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Google plant individuelle Werbung anhand des Surfverhaltens

Der Suchmaschinen- und Internetgigant Google plant eine kleine Revolution in der Art und Weise, wie künftig Werbung geschaltet werden soll. In einem Feldversuch testet das Unternehmen gerade, wie sich Werbung anhand des persönlichen Surfverhaltens individuell zuschneiden lässt. So würde es unter dieser Prämisse natürlich Sinn machen, einer Person Werbung immer zu genau dem Thema zu liefern, nachdem diese am häufigsten gegoogelt hat.

Und ein griffiges Zauberwort für die Art der Werbung gibt es naturgemäß auch schon – Behavioral Targeting! Auf Deutsch wohl so etwas wie verhaltensgesteuerte Zielgruppenansprache. Die Idee auf Seiten von Google ist natürlich die, dass der Kunde expliziter nach seinen Interessen angesprochen werden kann, was dann wiederum dazu führen sollte, dass die Anzeigenkunden auch bereits sind, mehr dafür zu zahlen.

Datenschützer aber warnen vor der neuen Methode. Behandelt Google die gesammelten Kundendaten wirklich so vertraulich, wie beteuert wird? "Wir haben deshalb so lange mit Werbung nach Nutzverhalten gewartet, weil uns der Datenschutz so wichtig war", erklärt eine Sprecherin des Unternehmens. Wer aber darauf nicht vertraut, der kann sich (noch) relativ leicht vor der neuen individuellen Werbung schützen: Werden im Browser die sog. Cookies deaktiviert, hat Google keine Chance unser Surfverhalten zu dokumentieren.

Quelle: Süddeutsche.de
Bild: Antonio Manfredonio (Flickr)

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