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Google Picassa - Bildersuche mit Gesichtserkennung

Wie der Internet-Gigant Google nun bekannt gab, wird die amerikanische Version des Bilderdienstes Picassa künftig mit Gesichtserkennung arbeiten. Google verspricht so höheren Komfort bei der Sortierung und Ordnung seines Fotoarchivs. Datenschützer aber warnen abermals.

Mit seinem Bildersuchdienst Picassa macht Google also nun ernst. Binnen weniger Minuten soll es künftig möglich sein, tausende Bilder nach Gesichtern zu durchscannen und diese anschließend automatisch mit der jeweiligen Person in Verbindung zu bringen.

Besonders gefährlich scheint, dass Picassa nach erfolgreicher Zuordnung einer Person mit einem Bild auch gleichzeitig die Emailadresse mit dem Bild verlinkt, sofern diese Google bekannt ist. Informatik Professor Thomas Vetter der Universität Basel warnt: "Wer garantiert uns, dass die Bilder mit unseren Daten nicht in die falschen Hände gelangen? Ich hoffe, dass die Leute in 20 Jahren nicht mehr so offen mit ihren Daten umgehen."

Bedrohlich gibt sich auch dieses Szenario – wird das System auch auf Handys ausgeweitet, könnte es bald einfach möglich sein, die Identität einer unbekannten Person herauszufinden, indem man auf der Straße einfach ein Foto von ihr macht und sich dann mittels Picassa auf die Suche begibt. Die neue Bildersuche mit Gesichtserkennung von Google birgt also mal wieder enorme Risiken.

Quelle: Focus-Online
Bild: rhobinn (Flickr)

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