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Google – Internet-Gigant plant Zeitungsarchiv und wird anonymer

Internet-Gigant Google wartete auch diese Woche wieder mit überraschenden Neuigkeiten auf. So gab der Konzern bekannt, weltweit alte Zeitungen komplett einzuscannen und in ein riesiges digitales Archiv zu packen – dies wurde nun im hauseigenen Blog angekündigt.

Auf der Nachrichtenplattform "Google News" sollen die alten Zeitungen künftig als kostenlose E-Paper zur Verfügung stehen. Besonders soll das Augenmerk auf historische Ausgaben gerichtet werden – stets inklusive Fotos und Anzeigen. Die Zeitungen werden so gescannt, wie sie erschienen sind.

Dabei scheint Google möglicherweise aus alten Fehlern gelernt zu haben – denn in die Kritik geriet der Konzern, als er im großen Stile damit begann, Bücher einzuscannen und online zu stellen, ohne vorher die Verlage um Erlaubnis gebeten zu haben. Dies ist jetzt anscheinend anders, die Verlage sitzen von Beginn an mit im Boot und sollen an Werbeeinnahmen partizipieren.

Und noch eine zweite Meldung gab Google nun bekannt. Auf Druck zahlreicher Datenschützer und Bürgerrechtler machte der Konzern nun Zugeständnisse bezüglich der Dauer der Datenspeicherung. So will Google künftig die bei Suchanfragen gespeicherte IP-Adresse nur noch neun Monate, statt bisher 18 Monaten archivieren.

Zwar hatten Datenschützer gefordert, die Daten bereits nach sechs Monaten zu löschen, die jetzige Entscheidung von neun Monaten wird aber grundsätzlich als positiver Schritt gewertet. Zwar reicht die IP-Adresse allein nicht für die Identifizierung einer Person, in Zusammenhang mit anderen Daten aber kann sie gefährlich aufschlussreich sein. Google strebt also augenscheinlich – wie im Falle des geplanten Zeitungsarchivs – künftig mehr Kooperation und Transparenz an.

Quelle: Netzeitung.de
Bild: Daniel R. Blume (Flickr)

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