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Google: Zensur in Italien?

Für Google wird die Arbeit in Italien etwas aufwändiger, denn ein Gericht entschied, dass der Suchmaschinenriese in Zukunft beleidigende Begriffe aus seinen Suchvorschlägen entfernen muss. Ein italienischer Unternehmer klagte und bekam Recht, Google selbst zeigt sich enttäuscht.

Der Kläger, der namentlich nicht bekannt ist, aber wohl sehr in der Öffentlichkeit steht, fühlt sich durch Google massiv angegriffen. Es soll sich um einen sehr bekannten Unternehmer und Anbieter von Bildungsdiensten handeln. Anwalt Carlo Piana vertrat die Person und machte deutlich, dass bei Eingabe des Namens seines Mandaten Beleidigungen bei Google ausgespuckt wurden.

Da tauchten wohl Begriffe wie 'truffatore' (Betrüger) und 'truffa' (Betrug) in Verbindung mit dem Unternehmer auf. Die unbekannte Person klagte und nun muss Google diese beleidigenden Ausdrücke aus seinen Suchvorschlägen entfernen. Anwalt Piana sagte laut der Technik-Website zd.net.de, dass dieses Urteil nicht gleichbedeutend mit Zensur sei. Es sei auch nur um diese beiden Worte gegangen, mehr nicht.

Google selbst siehst den Fall etwas anders. Aus Reihen des Suchmaschinenriesen war zu hören, dass man als Hosting Provider nicht haftbar gemacht werden könne, für die Suchvorschläge. Die würden automatisch generiert aus den Eingaben der User. Anwalt Piana stützte die Klage jedoch darauf, dass Google als Herausgeber verantwortlich für den Inhalt sei. Ein Gericht gab ihm Recht und nun muss Google in Italien Beleidigungen herausfiltern.

Bild: Google

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