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Google erforscht elektronische Kontaktlinse für Diabetiker

  • Screenshot/google-produkte.blogspot.de

Googles Forschungslabor [x] stellt erste Details eines noch sehr frühen Prototyps einer elektronischen Kontaktlinse für Diabetiker vor, die Blutzuckerwerte selbstständig messen und auswerten kann. Diabetes betrifft weltweit einen von 19 Menschen.

Diabetiker müssen ihren Blutzuckerspiegel permanent kontrollieren und unter Umständen kurzfristig korrigieren. Jede Mahlzeit, Sport oder andere Betätigungen nehmen dabei auf den Blutzuckerspiegel Einfluss. Eine verlässliche Messung ist dafür zwingend nötig, um auftretende Komplikationen zu verhindern. Aus diesem Grund führen viele Diabetiker ständig ein Blutzuckermessgerät bei sich. Die meisten Blutzuckermessgeräte werten dafür auf einem Teststreifen einen Tropfen Blut aus. Ein Diabetiker muss sich also mehrmals täglich stechen und einen Bluttropfen auswerten. Verständlich, dass diese Methode schmerzhaft ist und oftmals nicht mit der Regelmäßigkeit durchgeführt wird, die eigentlich notwendig ist.

Neben Bluttropfen untersuchen Wissenschaftler auch die Möglichkeit Tränenflüssigkeit analytisch auszuwerten. Diese Analyse des Zuckergehalts in der Tränenflüssigkeit soll mit Googles intelligenter Kontaktlinse ("Smart Contact Lens") ermöglicht werden. Google räumt jedoch ein, dass sich die Technik noch in einem ganz frühen Stadium befände. Man habe bereits klinische Studien abgeschlossen und stehe in Gesprächen mit der US-amerikanischen Nahrungs- und Arzneimittelbehörde, heißt es weiter in dem Blogeintrag von Google[x]. Weiterhin befände man sich auf der Suche nach Partnern aus dem medizinischen Vertrieb für die Weiterentwicklung unterstützender Apps.

Dem Blogeintrag von Google[x] zufolge sind ein miniaturisierter Glucosesensor und ein hauchdünner Funkchip zwischen zwei Schichten aus weichem Kontaktlinsenmaterial integriert. Jede Sekunde werte die elektronische Kontaktlinse in der Tränenflüssigkeit die Glucosewerte aus, indem sie die Daten an eine App im Smartphone funke. Die technischen Bauteile seien dünner als das menschliche Haar, heißt es weiter. Man erwäge außerdem extrem kleine LEDs in die elektronische Kontaktlinse als Frühwarnsystem für den Träger einzusetzen, sodass Warnsignale bei über- oder unterschrittenen Grenzwerten direkt im Blick des Trägers wahrzunehmen seien.

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