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Google Doodle zum 166 Geburtstag von Otto Lilienthal

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Google Doodle heute - zum Geburtstag von Otto Lilienthal: Otto Lilienthal war Luftfahrttechniker und gilt als erster erfolgreicher Flieger der Welt - heute wäre der Flugpionier 166 Jahre alt geworden.

Otto Lilienthal hatte einen großen Traum: Fliegen. Und dafür gab er alles - am Ende sogar sein Leben. Lilienthal kam als Sohn eines Kaufmanns aus Anklam zur Welt und wurde zu einem der größten Luftfahrtpioniere weltweit. Und er war der Erste, der einen Flugapparat serienreif machte und verkaufte. Zu seinem 166. Geburtstag am 23. Mai würdigt Google ihn mit einem Doodle.

Das Google Doodle zeigt einen Mann in der Luft, mit enormen Flügeln. Wie ein sonderbarer Schmetterling schwebt Lilienthal auf dem Doodle dahin. Unter ihm steht eine interessierte Menschenmenge und ein Fotograf hält die Szene mit der Kamera fest. Das Fluggerät von Otto Lilienthal auf dem Google Doodle ist groß und es sieht ganz so aus, als würde der Flugversuch wirklich funktionieren. Es könnte sich bei der Szene also um den berühmten Gleitflug am 29. Juni 1895 handeln, den Lilienthal von seinem Fliegeberg in Berlin-Lichterfelde unternahm. Mit dabei waren damals viele Menschen als Publikum.

Otto Lilienthal hatte den 15 Meter hohen Fliegeberg in Berlin-Lichterfelde extra aufschütten lassen. Von dort hat er dann tausende Flugversuche unternommen - und er kam bis zu 80 Metern weit. Den Fliegeberg gibt sogar heute noch. Lilienthal war der erste Mensch weltweit, der flog - am 9. August 1896 konnte er jedoch eine Windböe nicht aussteuern und stürzte aus einer Höhe von 15 Metern ab - er starb dabei.

Seine ersten Flugversuche unternahm Otto Lilienthal schon in seiner Zeit als Gymnasiast. Dabei erlebte er zahlreiche Rückschläge - dennoch ließ er sich nie von seinem großen Traum, dem Fliegen, abbringen. Schon als kleiner Junge war er von der Idee fasziniert. Zusammen mit seinem Bruder Gustav beobachtete den Flug von Störchen und fragte sich, ob nicht auch der Mensch in der Lage dazu sein könne, zu fliegen. Und so schnallten sich die Brüder Lilienthal Bretter an die Arme und rannten Hügel hinunter - sie versuchten abzuheben - wie die Vögel. Sie experimentierten mit diversen "Flugmodellen" und "Tragflächen". Sie bauten sogar eine von Dampf getriebene Flugmaschine. Allerdings hoben sie nicht ab. Statt zu verzweifeln wollte Otto Lilienthal lernen. Jeder seiner Fehlversuche brachte ihm neue Erkenntnisse. Und diese hielt Otto Lilienthal in seinem zur Legende gewordenen Buch "Der Vogelflug als Grundlage der Fliegerkunst" fest.

Lilienthal Flugversuche wurden immer spektakulärer und lockten zahlreiche Schaulustige aus dem Berliner Umland an. Gefährlich waren diese Flüge auch, aber Lilienthal war sich sicher: "Opfer müssen gebracht werden." Diesen Satz soll der verrückte Ingenieur sogar auf dem Sterbebett gesagt haben.

Lilienthal Erkenntnisse haben bis heute überlebt und sind zur Grundlage der Fliegerei geworden. Lilienthal erkannte damals als Erster den Zusammenhang zwischen Luftströmung und Auftrieb und schrieb die entscheidenden Schlüsse, die er daraus zog, nieder. Seit den gewagten Experimenten Otto Lilienthals hat sich in der Flugtechnik natürlich viel getan. Dass Prinzip ist aber das Selbe wie damals. Dass heutzutage Flugzeuge abheben, die viele Tonnen schwer sind, geht auf das von Lilienthal richtig bedachte Prinzip der Luftströmungen zurück - dass nämlich die Luft, die an der Oberseite des Flügels vorbeiströmt, aufgrund seiner Wölbung länger braucht, als die Luft an der Unterseite. Der so entstehende Unterdruck, saugt das Flugzeug förmlich nach oben und bringt es zum Fliegen.

Und obwohl Otto Lilienthal so richtig lag mit seiner Theorie, gelang es ihm dennoch erst spät, zu fliegen. Mehr als 2000 Flugversuche waren nötig bis er es endlich im Jahr 1893 schaffte, ganze 250 Meter weit durch die Luft zu gleiten.

Otto Lilienthal ist zur Legende geworden. Und man findet ihn heute auch noch ganz woanders - nicht nur in der Luft, sondern in deutschen Kinderzimmern! Manche kennen ihn vielleicht noch, den Anker-Baukasten, vom Vater oder vom Großvater. Auch diesen hat Otto Lilienthal entwickelt. Und er wird bis zum heutigen Tage hergestellt.

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