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Die Google Brille: Wie ein Smartphone auf der Nase

Mit der Google Brille will der Suchmaschinenriese ein neues Zeitalter der Elektronik aufschlagen. Das Projekt, das offiziell Google Glass heißt, soll dem User ermöglichen, Funktionen eines Smartphones durchzuführen, ohne allerdings seine Hände bemühen zu müssen. Es geht alles über Sprachsteuerung. Doch wie sinnvoll oder praktisch ist diese Neuerung von Google?

Mit der Brille fotografieren

Zugegeben, besonders schön sieht sie nicht aus, diese Google Brille. Sie wirkt eher wie die Sehhilfe des blinden Data aus Star Trek - Next Generation. Die Brille hat keine Gläser und deswegen heißt sie offiziell Google Glass. Wer sie nutzt, soll von der Nase Funktionen ausführen können, die sonst nur ein Smartphone kann.

Sergey Brin, Mitbegründer von Google, setzt sich besonders für das neue Projekt ein. Die Brille kann schon einiges. Es ist sehr einfach, mit Google Glass ein Video aufzunehmen oder Fotos zu machen. Sie verfügt über eine sogenannte Zeitraffer-Funktion. Das bedeutet, dass die Brille alle zehn Minuten ein Foto macht. Sergey Brin nennt als Beispiel die Situation, wenn jemand mit seinen Kindern spielt. „Ich denke überhaupt nicht daran, mein Telefon herauszuholen. Das würde ja auch die Zeit mit meinen Kindern unterbrechen", skizziert er die Vorteile der Brille.

Der Träger der Brille hat die Informationen direkt vor seinem Auge. Das sei gewöhnungsbedürftig, wie ein Tester des Wall Street Journals feststellte. Meistens müsse man ein Auge schließen, was mit der Zeit anstrengend sei. Der Clou daran ist allerdings, dass man mit dieser Brille nicht nur Zeitdokumente in Form von Fotos und Videos machen kann, sondern dass man mit ihr auch telefonieren kann.

Vielleicht bald ein Open Source Projekt

Natürlich integriert Google auch seine Projekte in die Google Brille. So lässt sich zum Beispiel Maps öffnen. Man muss nur "Ok, Glass" in das Mikro sprechen und schon öffnen sich ein Menü mit verschiedenen Icons, die angewählt werde können. Insgesamt lässt das Google Projekt Hoffnungen keimen, dass das Riesenunternehmen mit der Google Brille in die richtige Richtung geht. Man überlegt sogar, es als Open Source-Projekt zu machen, damit man von Ideen anderer Programmierer profitiert.

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