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Google Books zurückgepfiffen

Weil Google seit einigen Jahren Bücher digitalisiert und sie ins Netz stellt, überprüfte jetzt ein Gericht den Vorgang und entschied, dass sich der Suchmaschinenriese damit einen Vorteil verschafft habe, damit ist das Google Book Settlement erst mal hinfällig.

Google musste vor Gericht eine Niederlage einstecken. Das Google Book Settlement sollte eine Einigung zwischen den Rechteinhabern der Bücher und Google darstellen. Doch das Gericht entschied, dass sich das Unternehmen damit einen klaren Vorteil gegenüber seinen Mitkonkurrenten verschafft habe.

Schon länger plant Google eine 'universelle, digitale Bibliothek'. Was an sich eine gute Idee ist, die jedem Internetnutzer zu gute kommen würde, wurde allerdings schlecht umgesetzt. Denn schon 2005 wurde das Unternehmen vom Schriftstellerverband Authors Guild dafür gerügt. Und die außergerichtliche Vereinbarung zwischen Google und den Rechteinhabern hielt jetzt vor dem Gericht nicht stand. Google übergehe damit die Rechte der Urheber.

Eigentlich habe Google mit dem Book Settlement ein Monopol auf alle Bücher, an denen keine Rechte geltend gemacht werden, so das Gericht laut dem Internetmagazin golem.de. Auch die Bundesregierung und das US-Justizministerium hätten das Abkommen kritisiert. Google selbst zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung des Gerichts, das Google Book Settlement abzulehnen.

Bild: Google, wired.com

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