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Gmail-Nutzerin klagt gegen den neuen Google-Dienst Buzz

Nicht selten hat der Internet-Gigant Google wegen seiner ständig steigenden Informationsmacht mit juristischen Problemen zu kämpfen – nun flattert dem US-amerikanischen Konzern eine Klage wegen seines in GMail intergrierten neuen Dienstes Buzz ins Haus. Eine Userin hatte beim US-Bundesgericht eine Beschwerde mit Antrag auf Zulassung gegen Google eingereicht, weil sie sich in ihrer Privatsphäre verletzt fühlte.

Seit Google in sein Email-Programm GMail einen Mikroblogging-Dienst mit dem Namen Buzz integriert hatte, der im Grunde ähnlich wie Twitter funktioniert, wurde über ein Empfehlungssystem die Kommunikation zwischen einzelnen Usern völlig offen gelegt. So bekamen fremde Menschen spielend Einblick, wer mit wem Kontakte pflegte, und wer mit wem in Verbindung steht oder stand.

Sogenannte 'Mitleser' konnten ohne Einwilligung des Users die Aktivitäten eines anderen verfolgen und sogar freigegebene Picasa-Fotoalben durchforsten. Nun könnte es durch die eingereichte Beschwerde sogar zu einer Sammelklage kommen, Google aber reagierte bereits und besserte seinen Dienst Buzz nach. Unter der Woche erklärte CEO Eric Schmidt noch, dass kein Nutzer durch Buzz ernsthaft geschädigt worden sei.

Nun aber integrierte Google sogleich einen Link in Buzz, über den alle User von GMail individuell darüber entscheiden können, ob sie ihre Kontakte für Mitleser freigeben wollen. Ebenfalls kann dort der gesamte Dienst für die Nutzung unter GMail gelöscht werden. Datenschützer dürfte dies erst einmal freuen, obgleich man bei Google sicherlich immer wachsam bleiben muss...

Quelle: Heise.de
Bild: rpongsaj (Flickr), Screenshot Google.com

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