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Frau verklagt Google Maps wegen falscher Routenführung

Wie pcwelt.de berichtet, hat eine Frau in den USA Google Maps wegen einer falschen Routenführung verklagt. Aber die Frau saß keineswegs im Auto, sondern war zu Fuß unterwegs. Da fragt man sich, was passiert sein muss, dass man dafür Google verklagt. Nun, wenn man von einem Auto angefahren wird, dann kann das einen schon dazu veranlassen, dass man jemanden verklagt. Aber es war jetzt nicht so, dass ein Google-Street-View-Auto die gute Lauren Rosenberg angefahren hat... Also, bringen wir Licht in die Story...

Die Routenführung für Fußgänger hatte die Frau, die in Park City (Utah) unterwegs gewesen ist, geradewegs auf eine vierspurige Schnellstraße geführt. Auf einem Computer hätte Google Maps eine Sicherheitswarnung herausgegeben, dass die Routenplanung sich noch in der Beta-Phase befindet und damit noch nicht fehlerfrei funktioniert. Aber wie man sich vorstellen kann, hat sich Rosenberg nicht mit einem Laptop in der Hand auf den Weg gemacht, sondern hat die Routenführung über ihr Blackberry abgerufen. Auf diesem war aber die Warnung nicht ersichtlich. Und das blinde Vertrauen der Frau in die Technik wurde auch nicht durch die stark befahrene Straße erschüttert.

Rosenberg wurde unweigerlich von einem Wagen erfasst. Und sie verklagt nun wegen des Vorfalls Google auf die Zahlung der Krankenhausrechnung und auf Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 100.000 US-Dollar. Was sich in Deutschland anhört wie ein Witz und wofür kein sauberer Anwalt hier seine Hand in das Feuer legen würde, wird in den USA verhandelt. Auch die Anklageschrift hat satirische Züge: 'Als direkte Folge der fahrlässigen, rücksichtslosen, nachlässigen und unsicheren Routenanweisungen des Angeklagten Google, wurde die Klägerin Lauren Rosenberg auf eine gefährliche Schnellstraße geführt und dort von einem vorbeifahrenden Fahrzeug erfasst, wodurch sie schwere physische, emotionale und mentale Schäden erlitt.'

In dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind schon ganz andere Klagen bewilligt worden und es könnte sein, dass Google hier durchaus zur Kasse gebeten wird. Wobei 100.000 US-Dollar für Google Peanuts sein dürften. Aber im Namen der Vernunft und der Logik hofft man doch eigentlich, dass Dummheit nicht auch noch mit einer ordentlichen Geldspritze belohnt wird. In Deutschland dürfte eine solche Klage gegen Google-Maps wohl keinen Erfolg haben...

Bild: Screenshot Google Maps

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