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Frankreich plant möglicherweise eine Steuer auf Google

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat mit sofortiger Wirkung Kartelluntersuchungen gegen den Internet-Giganten Google und seine Kontrahenten eingeleitet. Ziel der Aktion ist es, zu prüfen, ob man eine Steuer auf die Werbeeinnahmen großer Webportale wie AOL oder Yahoo erheben müsste.

Ein Expertenausschuss hatte unter anderem die Frage aufgeworfen, ob z.B. Google möglicherweise eine marktbeherrschende Stellung im Bereich der Online-Werbung innehabe. Zu prüfen, so Sarkozy, sei es, ob ein Unternehmen nicht eben dort Steuern zahlen müsste, wo es einen großen Teil eines Werbemarktes besetzt, und eben nicht nur dort, wo es seinen Sitz habe.

Angestoßen wurden diese Überlegungen durch Kulturminister Frédéric Mitterrand – seine Idee ist es, mit den eventuell neu genierten Steuereinnahmen die Internet-Wirtschaft zu subventionieren. Z.B. könnten Millionen von Euros in den Aufbau eines professionellen und verbesserten Internetjournalismus fließen. Bereits in der vergangenen Woche wurden derartige Pläne bekannt, in der Privatwirtschaft regte sich spontaner Widerstand.

Die Finanzhilfen könnten dabei an Anbieter von Online-Musik oder an Firmen gehen, die elektronische Bücher vertreiben. Ein solches Projekt würden den französischen Staat in den kommenden Jahren zwischen 35 und 50 Millionen Euro kosten. Da käme eine Steuer auf die massiven Werbeeinnahmen von Google eben genau zur rechten Zeit.

Quelle: Sueddeutsche.de
Bild: YouTube, Antonio Manfredonio(Flickr)

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