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Frankreich: Google-Steuer so gut wie beschlossen

Demnächst sollen Unternehmen in Frankreich eine Abgabe für Werbung im Internet an den Staat leisten, die neue Steuer wird Google-Steuer genannt. Beschlossen ist sie noch nicht, aber es gilt als sicher, dass das französische Parlament die neue Gesetzesgebung durchwinkt.

Überall wird Werbung besteuert, nur im Internet nicht. Das soll sich jetzt zumindest in Frankreich ändern. Dort wird es bald die so genannte Google-Steuer geben. Die Abgabe heißt so, weil sie in erster Linie den Suchmaschinenriesen treffen soll. Google ist nämlich führend im Bereich der Internetwerbung.

Betroffen von der Google-Steuer werden Unternehmen sein, die ihren Sitz in Frankreich haben und im Internet werben. Der Staat erhebt einen Steuersatz von einem Prozent auf den Nettobetrag der Werbeausgabe. So steht es im französischen Gesetztestext, berichtet ZEIT online. Google selbst kann übrigens nicht zur Kasse gebeten werden, weil es seinen Sitz nicht in Frankreich hat.

Bis zu 10 Millionen Euro erwartet sich Frankreich von der neuen Steuer. Zum Vergleich: Die Steuereinnahmen auf Fernsehwerbung betragen 70 Millionen Euro. Nun muss die neue Gesetzgebung noch einen Vermittlungsausschuss passieren. Dass die Google-Steuer durch die Nationalversammlung in Frankreich durch gewunken wird, das sehen Experten als sicher an.

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