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Fan-Seite für Mörder Raoul Moat auf Facebook gelöscht

Die heftige Kontroverse um eine Fan-Seite für den Mörder Raoul Moat auf Facebook ist fürs erste beigelegt – die Initiatorin der Plattform nahm nach heftigen Protesten der britischen Regierung die Seite aus dem Netz. Zuvor hatte sich Betreiber Facebook mit dem Argument der Zensur gegen die eigenmächtige Löschung der Fan-Seite gewehrt.

Alles dreht sich dabei um den 37-Jährigen Mörder Raoul Moat – dieser hatte nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis am 1. Juli den Freund seiner Ex-Freundin getötet. Es folgte eine wilde Polizeijagd, an deren Ende der Selbstmord von Raoul Moat stand. Zuvor hatte dieser aber nach Informationen von Focus.de noch mehrere Polizisten mit Schüssen schwer verletzt.

Dennoch aber zeigten viele Briten Sympathie mit dem Mörder. Der Polizei wird vorgeworfen, den Mann durch ihr Verhalten in den Selbstmord gedrängt zu haben. Außerdem sollen Elektroschocker und andere fragwürdige Mittel eingesetzt worden sein. Eine britische Frau eröffnete daraufhin auf Facebook eine entsprechende Fan-Seite mit dem Namen 'R.I.P. Raoul Moat You Legend'.

Binnen kürzester Zeit fanden sich 38.000 Mitglieder auf dieser ein – schnell reagierte jedoch Regierungschef David Cameron und verurteilte ein solches Vorgehen scharf. Doch Facebook lehnte eine einfach Löschung der Seite ab, in der Erklärung hieß es: 'Facebook ist ein Ort, wo Menschen ihre Meinungen äußern und Dinge offen diskutieren können.'

Insgesamt aber ist die offene Sympathie für Raoul Moat zumindest sehr fragwürdig, schließlich handelt es sich bei ihm um einen 'skrupellosen Mörder', wie Cameron betonte. Nun nach der Löschung der Fan-Seite muss abgewartete werden, wie sich der Fall weiter entwickelt – vor dem Haus des Mörders legten Menschen in den letzten Tagen Blumen nieder. Zudem sind auf Facebook bereits weitere Seiten entstanden, die sich mit dem Mörder auseinander setzen.

Bild: Facebook, YouTube

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