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Facebook: Welche Benutzerdaten darf die Regierung von mir anfordern?

Eine aktuelle Nachricht verrät mehr über die offiziellen Anfragen von Nutzerdaten an Facebook: Insgesamt gab es in diesem Jahr 2537 Anfragen an Facebook bezüglich Konten von Nutzern in Deutschland, von denen 3078 Nutzer betroffen betroffen waren. 33,94 Prozent dieser Angaben wurden von Facebook auch beantwortet.

Anstieg der Anfragen, gesunkene Antwortzahlen

Während es mehr Anfragen gab als in Vorjahren, wurden ein paar Anfragen weniger beantwortet. Bei Google sieht es genauso aus: Immer weiter steigende Anfragezahlen von verschiedenen Regierungen. 3338 Annfragen gingen offiziell bei Google ein, von denen rund 48 Prozent beantwortet wurden.

Komplizierte Anfragen mit Rechtsprüfung

Diese Abfrage der Daten muss immer den Gesetzen des jeweiligen Landes folgen. Das bedeutet, dass ein Polizist in Deutschland nicht einfach nach den Daten fragen darf, sondern eine gute Begründung liefern muss. Wie hoch die Hürden hier sind, ist schwer zu erraten. Als Angeklagter tut man gut daran, einen gut informierten Anwalt zu beauftragen, der illegal gewonnene Informationen als solche erkennen kann. Aber wie sieht es aus mit einem Mitarbeiter der Sicherheitsdienste?

Lieferung aller Daten

Ob nun Log-In-Daten, Informationen darüber, wer hinter einer IP-Adresse steckt oder der Inhalt von privaten E-Mails oder Nachrichten in einem Forum: Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass diese Daten sicher sind. Unter der Überschrift der allgemeinen "Sicherheit", oder auch der Staatssicherheit, graben die Regierungen aller technisch entwickelten Länder Informationen aus dem Internet ab. Welche das sind – das bleibt geheim, denn es geht ja immerhin um die "Sicherheit".

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Vorsicht im Internet

Offizielle Anfragen an Facebook und Co liefern die Benutzerdaten eines Kontos zurück: Die IP-Adresse, Namen und Adresse. So kann jemand ausfindig gemacht werden, der im Internet zum Beispiel verbotene Äußerungen tätigt (Holocaust-Leugnung beispielsweise) oder andere Straftaten begeht (Beleidigung, Verleumdung, Bedrohung...). Aber auch wer sich auf der legalen Seite des Netzes bewegt muss sich klar sein: Nichts, was hier geschrieben wird, ist privat, wenn ein Sicherheitsdienst Interesse daran hat.

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