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Angebliches Tötungs-Video von Bin Laden verschickt Facebook-Virus

Der Tod von Osama bin Laden beherrscht in diesen Tagen wie selbstverständlich alle Medien - und auch findige Programmierer versuchen aus dem Thema irgendwie ihren schadhaften Nutzen zu ziehen. Momentan grassiert besonders auf Facebook ein Virus, der mit angeblichen Tötungs-Videos unachtsame Nutzer in die Falle lockt.

Der Trojaner macht sich damit natürlich die unstillbare Neugier nach authentischem Bildmaterial zunutze. Besonders da die US-Regierung nun klar stellte, dass keine offiziellen Bilder veröffentlicht werden, ist die Sehnsucht nach genau solchem Material besonders hoch. Das machten sich die Programmierer zunutze, und viele User sind bereits darauf herein gefallen.

Das Prinzip dabei ist absolut simpel. Per Chat-Nachricht, die von einem vermeintlichen Freund verschickt wird, bekommt man einen Link zugesandt, der angeblich direkt zu einem geheimen Video leitet. Klickt der unachtsame Benutzer diesen Link aber an, kommt er natürlich nicht in den zweifelhaften Genuss des Bildmaterials, sondern aktiviert ein schädliches Java-Script. Einmal angeklickt, dient man selbst als Mittelsmann und verschickt den Link ungewollt weiter an seine eigenen Freunde.

Welches Schaden der Trojaner anrichten kann, ist noch nicht klar. Dokumentiert sind allerdings schon andere Fälle, in denen Emails mit ähnlicher Botschaft verschickt wurden - Viren dieser Art können in der Lage sein, Kontodaten auszulesen und Überweisungen zu tätigen. Es ist also mehr als ratsam seine Sensationsgier im Zaum zu halten und sich vor dem Osama-Virus auf Facebook in Acht zu nehmen.

Quelle: Netzwelt.de
Bild: Facebook, Daniel Lobo(Flickr)

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