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Facebook: Osama Bin Laden muss draußen bleiben

Gut einen Monat hat der Terrorfürst Osama bin Laden bei Facebook 'überlebt', dann war Feierabend. Ein am 25. März angelegtes Profil unter dem Namen des Al Qaida-Führers wurde jetzt von Facebook gelöscht. Profile und Gruppen von Dikatoren und Kriminellen tauchen aber immer wieder in sozialen Netzwerken auf.

Am vergangenen Freitag intervenierte Facebook. Das Profil mit dem Namen 'Osama Bin Laden' wurde gelöscht. Der Grund sei in erster Linie, dass es sich hierbei um ein so genanntes 'Fake-Profil' handele, erklärte eine Facebook-Sprecherin. Das verstoße gegen die Nutzungsbedingungen.

Ebenso unzulässig ist es, bei Facebook Gewalt verherrlichende und diskriminierende Dinge zu posten. Und in dem Bereich war der Bin Laden-Account weit vorne. Auf dem Profil waren die Reden des Extremisten zu hören. Dass diese bei einigen gut ankommen, zeigt, dass der Facebook-Bin Laden bei seiner Schließung schon über 1000 Fans hatte.

Aber nicht nur Bin Laden erfreut sich großer Beliebtheit, auch andere Terroristen und Diktatoren werden bei Facebook verherrlicht. So gibt es vier Gruppen, in denen Adolf Hitler geehrt wird. Dort heißt es, dass der Diktator und Massenmörder ein großer Führer und toller Redner gewesen sei. Er sei nicht Reichskanzler und Kopf der NSDAP gewesen, sondern der 'weltbeste Diktator'. Etwas getarnt werden die unappetitlichen Gruppen dadurch, dass man sich nur mit der Biographie Hitlers beschäftigen wolle.

Allerdings haben diese Hitler-Gruppen nur zwischen 2 und 17 Mitglieder. Aus einem bestimmten Grund. Eine andere Gruppe mit dem Namen 'We are against the Adolf Hitler group on Facebook' bewirkte, dass die Hauptgruppe um den Nazi-Führer mit über 1.600 Mitgliedern inzwischen gelöscht wurde. Doch die Nachahmer stehen bei Facebook schon in den Startlöchern, neue Gruppen wurden bereits angelegt.

Etwas skurril mutet die Tatsache an, dass die Gründer dieser Gruppen allesamt nicht aus Deutschland stammen. Ein Pakistani, eine in Japan lebende Türkin, ein offensichtlich dunkelhäutiger amerikanischer Schüler und jemand aus Bangladesch sind als Gruppengründer angegeben. Und auch die wenigen Gruppenmitglieder rekrutieren sich aus der ganzen Welt, nur nicht aus dem Land, in dem Hitler seine Verbrechen trieb.

Wenn sich diese 'Hitler-Fans' tatsächlich mit der Biographie Hitlers beschäftigen würden, dann müssten sie eigentlich merken, dass sie allesamt auf der schwarzen Liste des Nazi-Diktators gestanden hätten. Es müssen wohl dringend weltweit kompetente Geschichtslehrer eingesetzt werden, denn anders ist es nicht zu erklären, dass bei Facebook Verbrecher wie Osama Bin Laden und Adolf Hitler verherrlicht werden.

Bild: Facebook, YouTube, Facebook

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