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Facebook: NPD-Seite nach Flashmob 'Neonazis ärgern' wieder aufgetaucht

Am Donnerstag war auf vielen Facebook-Pinnwänden ein Auruf zu lesen: Unter dem Motto 'Neonazis ärgern' sollten die Facebook-Nutzer dafür sorgen, dass die Seite der rechtsradikalen Partei NPD gelöscht wird. Wie? Ganz einfach: Die Fanpage als 'bedenklich' markieren, da sie Hassreden enthalte, was laut den Facebook-Nutzungsregeln nicht gestattet ist.

Damit hätte Facebook die Seite sperren können. 'Hätte', hat sie aber nicht - auch wenn es zu Beginn so aussah, denn von Donnerstagnachmittag bis Freitagmorgen war die NPD-Seite nicht mehr aufrufbar. Natürlich gingen alle Teilnehmer davon aus, dass ihr Online-Flashmob gegen die NPD erfolgreich gewesen war. Bis die Seite heute wieder - inklusive einer Nachricht - auftauchte.

In dieser Nachricht, die ihr oben auch im Bild seht, erklärt der Betreiber, dass NPD selbst die Seite vom Netz genommen hat: 'Euer Flashmob war eine virtuelle Platzpatrone. Wir sind hier und hier bleiben wir auch'

Viele im Netz glauben allerdings, dass das nicht ganz stimmt. Denn parallel zur Seite sind auch die Kettenbriefe auf allen Pinnwänden gelöscht worden. Daher sei anzunehmen, dass Facebook die NPD Seite kurzfristig deaktiviert hat um den massiven Beschwerdemeldungen einhalt zu gebieten.

Facebook hat sich noch nicht konkret zur weiteren Situation der NPD-Webseite auf Facebook geäußert. Man beobachte die Seite, achte darauf, dass dort nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen werde und arbeite mit der Initiative "Netz gegen Nazis" zusammen.

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