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Facebook: Neue Datenschutzbestimmungen erlauben Werbung mit Namen und Profilbild

Facebook plant erneut Änderungen seiner Nutzungsbedingungen. Diesmal geht es um Werbung mit den Namen und den Profilfotos der User. Das Unternehmen erklärte, man wolle die Regeln präzisieren - die gewählten Formulierungen geben dem sozialen Netzwerk, aber eher mehr Interpretationsfreiheit.

Die leitende Datenschutzbeauftragte von Facebook, Erin Egan, schrieb in einem Blogbeitrag von einer kompletten Überarbeitung im Abschnitt "personenbezogene Werbeanzeigen". Die User sollen besser nachvollziehen können, wie das soziale Netzwerk die Profile und Aktionen der Facebook-Nutzer verwende, um "Menschen auf und außerhalb von Facebook relevante Werbeanzeigen zu zeigen", so das offizielle Statement. "Die Verdeutlichungen im Text ändern nicht die Art, wie wir Werbung für Nutzer zeigen, und die Menschen haben weiterhin die Einstellungsmöglichkeiten festzulegen, mit wem sie Inhalte oder Informationen teilen wollen. Und an diese Einstellungen halten wir uns", so Egan weiter.

Offenbar reagiert Facebbok mit der Überarbeitung der Datenschutzbestimmungen auf diverse Klagen von Mitgliedern. In den vergangenen Jahren hatten einige Nutzer immer wieder hohe Geldbeträge gefordert, weil sie nicht nur unentgeltlich als Werbeträger eingesetzt worden waren, sondern auch keine Möglichkeit hatten, die Werbekampagnen mit dem eigenen Bild zu verhindern.

Aus den neuen Datenschutzbestimmungen von Facebook geht hervor, dass alle Profilbilder der Mitglieder in eine zentrale Datenbank eingespeist werden. Die Gesichtserkennung soll so optimiert und noch stärker in das soziale Netzwerk eingebunden werden. Bisher wird die umstrittene Technik in den USA angewandt, wenn ein User das Bild eines Bekannten hochlädt und diesen auf einem anderen Foto bereits markiert hatte. Die Änderung könnte nun aber durchaus bedeuten, dass zukünftig alle Nutzer auf Fotos erkannt und für Markierungen vorgeschlagen werden.

Für Deutschland sollen die Pläne zur Gesichtserkennung allerdings nicht gelten und man habe auch keine biometrischen Daten erfasst. Im Februar 2013 hatten Datenschützer die Gesichtserkennung auf Facebook in ganz Europa deaktivieren lassen. Zwei Jahre zuvor hatte Facebook auch in Europa damit begonnen, die Porträtfotos von Nutzern für die Gesichtserkennung auszuwerten. Damals analysierte Facebook alle hochgeladenen Fotos und erfasste biometrische Daten - ohne die Erlaubnis der User.

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