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Facebook im Visier der Börsenaufsicht

Die US-Börsenaufsicht SEC prüft gerade eine Investition der Bank Goldman Sachs in das soziale Netzwerk Facebook. Dabei soll herausgefunden werden, ob dieses Investmentkonstrukt dazu geschaffen wurde, um eine seit 1964 bestehende Aktionärsregel für Unternehmen, die nicht börsennotiert sind, zu umgehen.

Bei der Regel handelt es sich um die so genannte 500-Aktionäre-Regel. Die Regel besteht seit 1964 und besagt, dass Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind, nicht mehr als 500 Teilhaber haben dürfen. Liegt die Zahl darüber, muss die Firma seine Finanzstruktur offen legen. Facebook ist nicht börsennotiert.

Für 450 Millionen Dollar hat Goldman Sachs Anteile an Facebook gekauft. Derzeit gehören Mark Zuckerberg noch 25 Prozent des Unternehmens. Der russische Konzern Digital Sky Technology verfügt über zehn Prozent, Goldman Sachs gerade mal über 0,8 Prozent. Die Bank verkauft aber nun seine Anteile weiter an Privatkunden.

Und genau deswegen untersucht die Börsenaufsicht nun dieses Konstrukt. Sollte die SEC entscheiden, dass Goldman Sachs und Facebook mit dieser Investition die 500-Aktionäre-Regel umgehen wollen, so könnte das für Facebook bedeuten, dass es jeden einzelnen Teilhaber durchzählen muss.

Bild: Website Goldman Sachs, Facebook

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