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Facebook-Gewinnspiel von Radio Charivari löste Shitstorm aus

Der Münchner Radiosender "Charivari" hat sich mit seinem Gewinnspiel bei Facebook gehörig blamiert: 10 000 Euro in großen Scheinen sollte es zu gewinnen geben, am Ende gab es Frust und böse Kommentare - beendet wurde die zweifelhafte Aktion seitens Facebook.

"10 000 Euro!!!! Der letzte Facebook-Kommentar bekommt die Kohle!!!" posteten gestern die Radiomoderatoren Herold und Jenna des Münchner Radiosenders "95.5 Charivari" unter einem Foto mit sich und den 500-Euro-Scheinen in den Händen auf der Facebook-Seite des Radiosenders.

Leicht und schnell verdientes Geld, so schien es und die Kommentare prasselten scheinbar im Sekundentakt ein. Ein jeder sah mit Sicherheit in seinem Newsfeed, dass sich einer seiner Facebook-Freunde im Laufe des Tages an der Aktion beteiligte.

Doch wann sollte die Aktion enden? Schließlich hätte jeder noch einen weiteren Kommentar platzieren können, die Aktion hätte jahrelang fortwähren können. So blieb der erhoffte Werbeeffekt für den Münchner Radiosender "95.5 Charivari" aus und die Stimmung schlug fast zu einem Shitstorm um: Viele fragten sich, ist das echt? Kann das sein? Man fühlte sich schnell verspottet und beleidigte die Verantwortlichen des Radiosenders.

Facebook beendete das Drama mit Verweis auf die eigenen Promotion-Richtlinen, die anscheinend den Verantwortlichen nicht bekannt waren: "Wenn du Facebook nutzt, um über eine Promotion (beispielsweise Preisausschreiben oder Verlosungen) zu berichten bzw. diese zu organisieren, bist du für den ordnungsgemäßen Ablauf dieser Promotion [...] verantwortlich."

So kurz und knapp die Aktion der Münchner, so nachlässig hielten sie sich an diese Bedingungen. Ihre "Fans" sind enttäuscht und weiterhin schlägt sich ihr Unmut auf der Facebook-Seite von "95.5 Charivari" nieder. Jetzt gäbe es schließlich ein Ende, also auch einen letzten Kommentar, also auch einen Gewinner, meinen viele Kommentatoren. Andere raten den Münchnern, das Geld sinnvoll zu spenden und so der Aktion noch etwas Gutes abzugewinnen. Am Ende wird den Münchnern wohl wenig Gutes von ihrer undurchdachten Aktion in Erinnerung bleiben.

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