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Facebook und Datenschutz – eine unendliche Geschichte

Dass es Facebook nicht so sehr mit dem Datenschutz von privaten Infos ihrer Nutzer hat, ist ja schon länger bekannt, aber nun sollen Applikationen auch auf Telefonnummern und Adressen zugreifen können. Sofern sie von den Nutzern angegeben wurden. Doch diesmal ruderte Facebook erstaunlich schnell zurück.

Als bekannt wurde, dass Mark Zuckerbergs soziales Netzwerk nun Telefonnummern und Adressen für Anwendungen freigeben lassen wollte, hagelte es Kritik. Und darauf reagierte Facebook-Entwickler Douglas Purdy in einem Blogeintrag relativ schnell: 'Übers Wochenende haben wir viele Aufforderungen erhalten, die Mitglieder besser darüber zu informieren, wenn sie diese Daten preisgeben.'

Facebook sei damit einverstanden, so Purdy in dem Blog weiter. Das Social Network werde nun so gestaltet, dass Nutzer nur private Infos preisgeben würden, wenn sie dies auch wirklich wollen. Die Umstellung werde allerdings einige Wochen dauern, bis dahin werde die neue Lösung abgeschaltet.

Zwar hätte auch bei der kritisierten Lösung der Nutzer zustimmen müssen, aber dies sei so unübersichtlich gestaltet gewesen, dass viele User zugestimmt hätten, ohne überhaupt die Veränderung zu bemerken. Das berichtet die Website allfacebook.com. Wer zugestimmt hätte und seine Handynummer bei Facebook angegeben hat, den hätten nach der Neuerung viele nervige Werbe-SMS und -anrufe erwartet.

Auf Twitter hatte ein Amerikaner einen Vorschlag, wie man Facebook mit seinen Plänen selbst nerven könne: 'Ich habe meine Nummer in 650-543-4800 geändert - die gehört Facebooks Kundenservice.' Dies kann man machen, ist aber vielleicht nicht mehr nötig. Denn Facebook kündigte jetzt an, dass Anwendungen und Applikationen doch keinen uneingeschränkten Zugriff auf Telefonnummern und Adressen kriegen sollen.

Bild: Facebook

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