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Kunst-Initiative Face to Facebook klaut 1 Millionen User-Profile

Die ganze Welt redet über die Sicherheit persönlicher Daten im Internet, doch eine kleine Kunst-Initiative mit dem Namen Face to Facebook macht genau daraus ein Projekt. Sie 'stahlen' etwa 1 Millionen öffentlicher User-Profile bei dem Social Network und generierten daraus eine fiktive Datin-Website mit dem Namen Lovely-Faces.com. Gerade wird das Projekt auf der 'Transmediale' in Berlin ausgestellt.

Dabei kam die neu entstandene Plattform reichlich unseriös daher, aber das gehörte natürlich zum Konzept. Im Stil einer wahrlich schmierigen und kitschigen Dating-Seite wurden die neu arrangierten Profile veröffentlicht. Face to Facebook hatte die geklauten Profile genau gescannt und neu miteinander in Verbindung gebracht, auf diese Weise sollten Menschen mit ähnlichen Eigenschaften miteinander in Verbindung gebracht werden.

Besonders wurden dabei die Gesichter der User ausgewertet – anhand von Algorithmen wurden so Menschen mit ähnlichen Gesichtszügen zusammen gebracht. Mittlerweile aber ist die Seite wieder offline, ein Konzern wie Facebook versteht naturgemäß bei solchen Aktionen eher wenig Spaß. Über eine Presserklärung ließ man verlauten, man werde rechtlich aggressiv gegen Organisationen vorgehen, die Nutzerdaten abschürfen würden.

Ein Nachspiel aber wird die Sache für die Macher von Face to Facebook wohl nicht haben – da es sich ganz eindeutig um ein Kunstprojekt handelt, wird der Vorwurf von Datendiebstahl nicht greifen, und darüber hinaus handelte es sich bei den Profilen auch lediglich um solche, die als öffentlich freigegeben wurden. Face to Facebook wird also zumindest auf rechtlicher Ebene nicht mit ernsten Konsequenzen rechnen müssen.

Quelle: Basicthinking.de
Bild: Lovely-Faces.com

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