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Fable III - Das etwas andere Rollenspiel geht in die nächste Runde

Es dauert nicht mehr lange und Fable III, der dritte Teil des Rollenspiel-Adventures, kommt auf den Markt. Fans der Reihe werden erfreut sein, denn wie man erwarten durfte, haben sich die Möglichkeiten seinen Charakter im Spiel auszubilden, noch einmal um einiges gesteigert.

Schon in den vorherigen Teilen war es so, dass jede Entscheidung, die der Spieler im Verlauf der Geschichte traf, maßgeblich Einfluss auf andere Charaktere und die Umgebung hatte. Der Spieler konnte sich bisher entscheiden, ob er Gutes oder Schlechtes tut und dementsprechend reagierten auch die Figuren auf ihn. Auch Kleidung und Haarschnitt riefen unterschiedliche Reaktionen hervor. Character-Morphing nennt sich dieses Spielprinzip und im neuen Teil wurde das Location-Morphing verstärkt ausgeweitet.

Bedeutet im Klartext, dass ebenso wie der Charakter über die Zeit hinweg altert, auch die besuchten Regionen des Königreichs Albion immer mehr verfallen. Je öfter der Spielheld eine Region besucht, desto verfallener findet er sie vor. Es liegt dann an ihm dafür zu sorgen, dass sich die Region erholt. Kümmert er sich nicht, wachsen Armut und Kriminalität in der Gegend. Familienplanung war ja schon vorher möglich. Nun kann man aber nicht nur Kinder mit einer Frau bekommen, sondern auch Kinder adoptieren.

Während es bei den meisten Rollenspielen so ist, dass man Kleidung, Waffen und andere Dinge über das Menü auswählen konnte, ändert sich das in Fable III deutlich. Wer jetzt ein anderes Gewand tragen will, muss auch seinen Kleiderschrank aufsuchen und wer neue Waffen benötigt, kauft das gewünschte Gerät direkt aus dem Regal des Ladens. Auf aufwendige Menüs, die dann auf dem Bildschirm erscheinen, hat man verzichtet, was den Realitätsanspruch der Spielwelt hervorhebt.

Ein besonderes Highlight ist, dass Spieler nun ihre eigenen Waffen kreieren können, ja geradezu müssen. Denn die Entwickler haben auf neue Waffen komplett verzichtet. Der Anspruch war, dass nicht alle Spieler mit der selben großen Waffen herumrennen, sondern die Möglichkeit haben, die neue Lieblingswaffe mit der notwendigen Schadenskraft auch selbst herstellen zu können. Der Spieler kann seine Waffe sogar für Fremde herstellen und sie für die Währung der Spielwelt verkaufen.

Die Geschichte des Spiels ist übrigens 50 Jahre nach den Begebenheiten aus dem zweiten Teil angesiedelt. Man ist ein Nachfahre des Spielhelden aus dem zweiten Teil und muss das Königreich von Albion von seinem tyrannischen Herrscher befreien und sich selbst auf den Thron bringen. Damit verbringt man die erste Hälfte des Spiels. In der zweiten Hälfte muss man als Herrscher von Albion das Land vor den Übergriffen der Aurora Nation schützen.

Man hat also viel zu tun. Bedeutet, dass man definitiv einige Stunden damit verbringen wird, seinen Charakter auszubilden und dabei zuzusehen, wie jede kleine Geste die Reaktionen in der Umwelt des Spielhelden ändert. Ab Mitte September ist Fable III für die Xbox 360 zu haben und PC-Spieler müssen sich noch ein wenig gedulden.

Bild: Lionhead Studios

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