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DVB – Die Unterschiede beim Digitalen Fernsehen

Die Meisten wissen, dass DVB irgendwie für Digitales Fernsehen steht und damit liegen diejenigen ja auch nicht falsch. Die wenigsten wissen allerdings, was die einzelnen Buchstabenkürzel hinter dem DVB bedeuten. Dass sollte man allerdings wissen, denn wenn man sich einen Receiver kauft, zeigt einem das Kürzel an, was das Gerät alles leistet. DVB ist erst einmal die Abkürzung für Digital Video Broadcasting, das Standardverfahren zur Übertragung von digitalen Inhalten. Und so wie es bisher für die analoge Übertragung verschiedene Übertragungswege gegeben hat, so gibt es diese auch für das digitale Fernsehen und Radio.

Der bekannteste Übertragungsweg ist DVB-T, wobei das T in dem Kürzel für 'terrestrisch' steht. Bei DVB-T empfängt man die digitalen Signale also über eine Zimmer- oder eine Außenantenne. Der Umstieg vom analogen zum digitalen terrestrischen Fernsehen ist 2008 in ganz Deutschland vollzogen worden. Für all diejenigen, die DVB-T bisher noch nicht genutzt haben, aber noch im Besitz einer alten Antennenanlage, müssen diese nicht austauschen. Die digitalen Programme werden über die selben Sendeanlagen ausgestrahlt, die schon für das analoge Fernsehprogramm genutzt worden sind.

Ende 2010 will man das analoge Kabelfernsehen abschalten und nur noch digitales Programm senden. Für diejenigen, die einen Kabelanschluss besitzen und die bessere Bild- und Tonqualität schätzen, sollten sich einen DVB-C Receiver kaufen. Das C steht dabei für 'Cable'. Beim Kabelfernsehen hat sich nichts geändert. Wer das Programm empfangen will, muss sich an einen Kabelnetzbetreiber wenden und einen Vertrag abschließen, der mit laufenden Kosten verbunden ist. Der Kabelnetzbetreiber stellt zur Dekodierung der verschlüsselten Privatsender einen Receiver inklusive Smart-Card oder eine Settop-Box mit einem CAM-Modul zur Verfügung.

Wer keine Lust hat seine monatlichen Ausgaben mit den Kosten für digitales Kabelfernsehen steigen zu lassen, der kann DVB-S nutzen. Das S steht für den Übertragungsweg per Satellit. Auch hier soll die analoge Variante zum Ende des Jahres hin auslaufen. Hier sind sich die Kosten einmalig für den DVB-S Receiver plus für eine Satellitenschüssel zu erbringen. Danach kommt das Ausrichten der Schüssel auf einen Satelliten seiner Wahl und schon kann man im besten Fall mehrere hundert Sender, teilweise schon in HD-Qualität empfangen. Doch wie das immer schon bei dem Übertragungsweg per Satellit gewesen ist, ist der Empfang störungsanfälliger, als bei den beiden anderen Varianten.

Dafür hat man natürlich die Fülle an Programmen, die weder DVB-S noch DVB-T bieten kann. Dafür wird bei DVB-T kein HD-Programm ausgestrahlt. Wer also einen HD-Fernseher besitzt und den auch nutzen will, der sollte sich entweder für DVB-C oder DVB-T entscheiden. Die meisten Vor- und Nachteile der Übertragungswege waren aber auch schon beim analogen Fernsehen dieselben. In Sachen Fernsehen hat sich also eigentlich bis auf das bessere Bild des DVB nicht so wirklich viel verändert.

Bild: Lee J Haywood (Flickr), William Hook (Flickr)

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