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Die Peter Carl Fabergé-Eier bekommen ein Doodle

Wenn man heute auf der Suchmaske von Google landet, reibt man sich die Augen und fragt sich womöglich, ob wir gerade Ostern haben: Das Doodle zeigt heute sechs vergoldete und filigran bearbeitet Eier, die die Google-Buchstaben in sich tragen. Dabei handelt es sich aber eben nicht um irgendwelche bunten Ostereier, sondern um Meisterwerke der Goldschmiedekunst, geschaffen in den Schmuck-Werkstätten des St. Petersburger Juweliers Carl Peter Fabergé (1846 bis 1920).

Heute wäre Carl Peter Fabergé 166 Jahre alt geworden und wird daher von Google mit einem Doodle gefeiert. Zwischen 1885 und 1916 hat der russische Goldschmied insgesamt 50 solcher Kunstwerke, alles Unikate, geschaffen. Und jedes Ei, welches nur aus kostbarsten Materialien erschaffen (z.B. Gold, Edelstein und Elfenbein) wurde, erzählt seine eigene Geschichte: Meist sind es Abbildungen von den politischen und gesellschaftlichen Ereignissen der damaligen Zeit.

Geboren wurde Carl Peter Fabergé am 30. Mai 1846 in Sakt Petersburg. 1872 übernahm er das Juweliergeschäft seiner Vaters und begann mit seinem Bruder Schmuckstücke der Petersburger Eremitage zu restaurieren. Daraus kam ihm die Idee Prunkstücke im altrussischen Stil nachzumachen. Der Durchbruch gelang den Brüdern, als sie 1882 auf der Allrussischen Ausstellung in Moskau einige Stücke an Kaiser Alexander III. verkaufen konnten. 1897 erhielt Fabergé den Titel des Königlichen Hofgoldschmieds.

Natürlich erstellte die Familie nicht nur die teueren Eier her. Auch günstigen Modeschmuck mit unedlen Metallen wurden geschaffen sowie Tischuhren, Tafelsilber und Metallschnitzereien. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere führte Fabergé mehrere Niederlassungen in Moska, Kiew, London und Odessa mit mehr als 700 Mitarbeiter. Das Unternehmen wurde zu Russlands größten Juwelen-Händler/-Hersteller.

Während der Oktoberrevolution (1917) verkaufte Fabergé allerdings seine Anteile an seine Angestellte und floh ins Ausland. Er verstarb im Alter 74 Jahren im September 1920 in der Schweiz. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen von seinen beiden Söhnen neu gegründet. Heute ist nur noch der Juwelenhersteller Victor Mayer autorisierter Werkmeister, der die Traditionsarbeit von Carl Peter Fabergé weiterführt.

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