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Die neue Plattform für Internet-Musikvideos VEVO.com geht an den Start

Wenn es um die neusten und aktuellsten Musikvideos im Internet geht, schauen deutsche User in Bezug auf Youtube schon seit längerer Zeit in die Röhre. Nachdem sich die deutsche GEMA in einen aberwitzigen Rechtsstreit verwickeln ließ, sperrte der amerikanische Konzern kurzerhand große Teile seines Musikarchivs für den hiesigen Markt. Nun aber könnte bald auch für Deutschland damit Schluss sein, denn YouTube launchte nun offiziell seine neue Plattform Vevo.com.

Nach zähen Verhandlungen mit den großen Plattenfirmen Universal, Sony und EMI konnte man sich nun zu einer offiziellen gemeinsamen Kooperation durchringen. Liefen Musikvideos auf YouTube.com bislang noch immer in einem gewissen rechtsfreien Stadium, ohne das genau geklärt war, ob damit nun Copyrights verletzt wurden oder nicht, so dürfte dies nun größtenteils der Vergangenheit angehören.

So geht zunächst in den USA der neuen Kanal Vevo.com von heute an auf Sendung – gewissermaßen als MTV der 2.0-Generation, wie man auf der offiziellen Pressekonferenz verkündete. Zugriff haben die User dann auf insgesamt über 30.000 Videos, zudem beteiligen sich Plattformen wie Last.fm und die CBS Corporation an dem Projekt, so dass der Content in den kommenden Monaten noch rasch anwachsen dürfte.

Finanziert wird Vevo.com künftig über Werbung, allerdings ist es nicht so, dass vor jedem einzelnen Musikvideo auch ein Werbeblock geschaut werden muss. Zudem wird sich Vevo direkt mit YouTube vernetzen – man kann also weiterhin bei YouTube nach einer bestimmten Musik suchen, wird dann direkt zu Vevo umgeleitet. Außerdem sollen mit der neuen Plattform auch doppelt hochgeladene Videos und Songs hinsichtlich einer Zentralisierung verschwinden.

Aber auch darüber hinaus kommt Vevo mit ein paar coolen neuen Features daher – so lassen sich z.B. Songtexte synchron auf Knopfdruck integrieren. Zwar sind zum Start noch keine HD-Videos vorhanden, diese aber werden in den kommenden Monaten sukzessive integriert. Zum Start in den USA gab es exklusive Musikvideos von 50 Cent, Mary J Blige und Mariah Carey als besonderes Geschenk – bis Vevo.com aber auch im deutschen Internet verfügbar ist, werden leider noch ein paar Monate vergehen...

Quelle: Reuters.com
Bild: YouTube, Vevo

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