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Deutsche Digitale Bibliothek soll gegen Google etabliert werden

Wie die FAZ Online berichtet, hat Bundeskulturminister Bernd Neumann letzten Mittwoch bekannt gegeben, dass eine Deutsche Digitale Bibliothek, kurz DDB, eingerichtet werden soll. Mit diesem Portal will man Werke der Literatur, der bildenden Kunst der Bilderhauerei, aber auch des Films und der Musik den Bürgern zur Verfügung stellen und auf Dauer erhalten.

Dieser Vorstoß richtet sich auch gegen das bisherige Vorgehen von Google, die ohne auf die Urherber- und Leistungsschutzrechte zu achten, Millionen von Büchern online zur Verfügung gestellt haben. Wie Neumann betonte, will man bei der DDB darauf achten, dass bestehende Urheber- und Leistungsschutzrechte gewahrt blieben.

Mit dem DDB will man die Datenbanken von über 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland vernetzen und erschließen. Finanziert wird das jeweils zur Hälfte durch den Bund und die Länder, die diese Finanzierung in einem Verwaltungs- und Finanzabkommen festgehalten habe. Die Mittel für das Internetangebot selbst speisen sich aus dem Konjunkturprogramm II der Regierung.

Die DDB ist gleichzeitig der deutsche Beitrag zur Europäischen Digital-Bibliothek Europeana, die seit 2007 online ist. Trotz der positiven Resonanz auf das Vorhaben, sehen einige Kritiker Schwierigkeiten in der Umsetzung und Wettbewerbsfähigkeiten hinsichtlich der Konkurrenz zu Google. Die Deutsche Digitale Bibliothek soll vom Jahr 2011 an in den Dauerbetrieb gehen.

Bild: rana ossama (Flickr), Dawn Endico (Flickr)

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