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Der virale Web-Gag "und alle so 'yeaahh'"

Die wundersame virale Kraft des Internets konnte nun mal wieder bewundert werden, nämlich als ein ursrünglich nur beschmiertes Plakat der CDU schließlich zu einem Flashmob in Hamburg geführt hat.

Zunächst gab es nur ein Bild auf der Foto-Plattform Flickr und das ist gerade mal etwas mehr als eine Woche her. Es zeigte ein Plakat der CDU, das Angela Merkels Hamburgbesuch mit den Worten "Die Kanzlerin kommt" ankündigt. Mit Filzstift hatte jemand daneben "und alle so 'Yeaahh'" geschmiert. Das Foto wurde getwittert und wenig später von einigen der meistgelesenen Blogs im deutschsprachigen Raum aufgegriffen.

Allein der Eintrag des Blogs "Nerdcore" ist knapp 100 mal verlinkt worden, über 80 begeisterte Kommentare zeigen, dass viele Leute den Humor des anonymen Künstlers teilen. Wenig später gab es über den Online-Shop "Spreadshirt" dann T-Shirts mit dem neuen Wahlspruch "und alle so 'Yeaahh'" zu bestellen und gleichzeitig kam es im Web zum wohl halb scherzhaften Aufruf, der CDU-Veranstaltung in Hamburg beizuwohnen und nach jedem Satz von Angela Merkel "Yeaahh" zu rufen.

Der große Kracher sollte auch allerdings erst folgen: Am Freitag kamen hunderte junge Menschen am Hamburger Gänsemarkt zusammen und gröhlten auf jede Aussage der Kanzlerin ein vereintes "Yeaahh". Auch Transparente mit dem knappen Slogan hatten sie dabei, man konnte die Rede der CDU-Politikerin kaum hören. Die Kanzlerin ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, aber Aufsehen erregend war die Aktion schon und wie politischer Protest 2.0 aussieht wissen wir jetzt auch.

Die "Yeaahh"-Schreier bei der Veranstaltung in Hamburg

Bild: www.nerdcore.de, YouTube

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