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Datenspeicherung und Abhörskandale

Für Innenminister Wolfgang Schäuble steht es ganz hoch oben auf der Agenda, besonders im Kampf gegen mutmaßlichen Terrorismus. Daten- und Verfassungsschützer gehen direkt auf die Barrikaden, wenn sie das Wort hören – die Rede ist von Datenspeicherung.

Der neuerliche Skandal bei der Telekom hat mehr als deutlich gemacht, wie viel eine Telekommunikationsfirma über ihre Kunden weiß. Hier listen wir auf, welche Daten gespeichert werden und wie man sich schützen kann.

Es fängt im Kleinen an, bei der Telefonrechnung. Sie ist bereits so etwas wie ein Persönlichkeitsprofil. Wann habe ich mit wem und wie lange telefoniert? Soweit so gut. Wurden aber diese Daten von den Unternehmen bislang lediglich zu Abrechnungszwecken gespeichert, werden diese Daten nun auf Vorrat hinterlegt.

Zwecks Kampfes gegen Schwerkriminalität sind die sog. "Verkehrsdaten" nun sechs Monate lang für die Strafverfolger zugänglich, mit allem, was dazu gehört. Zwar sind die Gesprächsinhalte nicht ohne Weiteres auch speicherbar – dazu bedarf es eines richterlichen Beschlusses – doch der Fall Telekom zeigte auch, dass mit genügend krimineller Energie auch die Gewinnung dieser Daten kein großes Problem darstellt.

Zudem sind für den Schutz der Kundendaten die Unternehmen selbst verantwortlich. Sie müssen den Datenschutz garantieren. Dringen dennoch Daten nach außen, kann der Bundesbeauftragte für Datenschutz Strafen verhängen, die aber mit einer Summe von höchstens 300.000 Euro relativ gering ausfallen.

Quelle: Focus-Online
Bild: Rudolf Schuba (Flickr)

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