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Das Männerportal Brash.com soll es bald auch in Deutschland geben

Das amerikanische Männer-Netzwerk Brash.com soll bald auch in Deutschland online gehen. Unter dem bisherigen Arbeitstitel "Code Blue" entsteht ein Portal nur für Männer, damit der geschlechterspezifische Internet-Markt mal ein wenig Abwechslung erhält. Schließlich ist es so, dass es zahlreiche Seiten, Communities und Plattformen speziell für die Frau gibt. Auf Erdbeerlounge.de wird über Stars, Mode und die Liebe diskutiert, Frauenzimmer.de schaltet sogar Fernsehwerbung und Woman.de fasst so ziemlich alles zusammen, was das Internet für Frauen zu bieten hat.

Warum also sollten nicht auch Männer regelmäßig ihre Community aufsuchen, mit anderen Kerlen diskutieren und in redaktionellen Tipps stöbern? Sicher haben auch der "Playboy", die "GQ" oder die "Men´s Health" ihre Online-Portale, aber das sind schließlich nur die Ableger der Printmagazine. Das amerikanische Magazin Brash erscheint ausschließlich im Netz und ist ausdrücklich für Männer. Wer aber denkt, dass hier nun zahlreiche nackte Brüste zu sehen sind direkt neben den besten Tipps, wie man eine Bierflasche öffnet, der irrt gewaltig.

Denn Brash bietet unter dem Slogan "Change the Game" News und Infos zu Stars aus TV und Musik, Mode, Fitness und Ernährung. Immerhin erscheint als Rubrik neben "Entertainment", "Lifestyle" und "Tech" auch noch "Autos", so dass wenigstens ein kleines männliches Klischee bedient wird. Ansonsten unterscheiden sich die Themen der Seite nur geringfügig von denen auf Frauenportalen. Während die z.B. über die beste Beinenthaarung diskutieren, informiert Brash über "Die perfekte Rasur". Die Artikel über Reisen, modische Must-Haves und Ernährung richten sich zwar deutlich an Männer, gemeint sind dabei aber eben die schon lange in Mode gekommenen "Metrosexuals".

Den typischen Mann wird die deutsche Brash-Variante, bzw. "Code Blue" also nicht bedienen. Die Kooperation mit dem deutschen Verleger Burda wird aber ohnehin weniger Informationen zur Verfügung stellen, sondern die Nutzer eher mit anderen Männerseiten vernetzen. Brash-Gründer Samir Arora sagt: "Nutzer suchen ihre Informationen heute nicht mehr auf Portalen. Sie brauchen eine große Plattform, von der aus sie hundert verschiedene Sites erreichen."

Und auf diese Weise soll das Männerbild im Internet wieder deutlicher definiert werden. Nur eben nicht mit Fußball, Bier und nackten Damen, sondern Dating-Tipps, Koch-Rezepten und Gesundheitsexpertise. Zur Not, falls die Triebe dann doch durchkommen, lassen sich im Web sicher auch dazu passende Angebote finden. Beim deutschen Brash-Ableger allerdings, wird das nicht der Fall sein.

Quelle: netzeitung.de
Bild: Brash.com, La Fondinto (Flickr)

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