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China schämt sich: Gefälscht Apple Stores dicht

Ende der letzten Woche ging die Nachricht um die Welt, dass in Kunming, China, ein gefälschter Apple Store sich mit dem Apfel-Logo schmückt und Waren des Unternehmens verkauft. Den chinesischen Behörden ist das offenbar unangenehm und sie setzten sofort eine öffentlichkeitswirksame Untersuchung von Elektronikläden durch.

Die Razzia blieb nicht erfolglos. Zwei Läden, die das Apple-Logo ohne Autorisierung verwendeten, sind nun dicht. Es gibt aber noch weitere gefälschte Apple-Stores in China. Sie dürfen aber weiterhin die Waren verkaufen, da sie autorisierte Apple-Händler sind. Ein offizieller Apple Store sind sie aber trotzdem nicht. Gegen chinesische Gesetze verstoßen sie aber auch nicht.

Die Geschichte wirbelte aber viel Staub auf und wirft ein schlechtes Licht auf das chinesische Wirtschaftsgebaren. Ein Kunminger Geschäftsmann, der drei der Fake Stores betreibt, hat nun im Apple-Hauptquartier in Cupertino einen Antrag gestellt, als offizieller Apple Store anerkannt zu werden. Yu Cheng heißt der Unternehmer und er ist der Meinung, mit den gefälschten Läden hätte man Apple nicht geschadet, sondern sogar einen Gefallen getan.

Das ist nicht ganz falsch, berichtet der Nachrichtensender n-tv, denn in China sind die Leute verrückt nach iPhones und iPads. Apple vernachlässigte den chinesischen Markt aber bisher. Die Bilder aus den gefälschten Apple Stores zeigen aber brechend volle Läden. Allerdings seien nur 53 Prozent der Apple-Geräte in China im vergangenen Quartal von autorisierten Händlern verkauft worden. Für Apple gibt es also in China einen großen Markt. Die Dunkelziffer der gefälschten Apple Stores ist bisher unbekannt, düfte aber nicht gering sein.

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