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Charles Dickens: Google Doodle zum 200. Geburtstag

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Am 7. Februar 1812 wurde Charles John Huffam Dickens in Landport bei Portsmouth (Hampshire) geboren. Der Brite stammt aus recht armen Verhältnissen. Er war das zweite von acht Kindern und musste recht bald schon arbeiten gehen, um seine Familie zu unterstützen. Deshalb, und weil seine Eltern aufgrund ihrer Schulden zeitweise ins Gefängnis (1823) mussten, konnte er die Schule nicht regelmäßig besuchen, bis sein Vater aus dem Gefägnis entlassen wurde (1824).

Danach fing Charles Dickens an zu schreiben. Seine ersten und wichtigsten Etappen haben wir hier im Überblick:

  • 1827 Schreiber bei einem Rechtsanwalt
  • 1829 Parlamentsstenografen
  • 1831 arbeitet für die Zeitung True Sun
  • Redaktionsmitglied des Parlamentsspiegels
  • Journalist bei Morning Chronicle
  • 1836–37 Pickwick Papers erscheinen in monatlichen Heften - Dickens erlangt Bekanntheit als Schriftsteller
  • 1838 'Oliver Twist' erscheint
  • Dickens wird Herausgeber der Daily News und Household Words
  • 1843 veröffentlicht Dickens 'Eine Weihnachtsgeschichte'
  • 1948 erscheint 'David Copperfield'
  • 1860 wird 'Große Erwartungen' veröffentlicht
  • 9. Juni 1870 starb Charles Dickens an einem Schlaganfall

Der Brite ist heute - wie damals - eine große Persönlichkeit. Keiner wie er, demaskierte mit seinen Beschreibungen, die bürgerlichen Illusionen des viktorianischen Londons. In Oliver Twist prangert Dickens die gesellschaftlichen Missstände der damaligen Zeit an. Er öffnet dem Volk die Augen und beschreibt, wie Kinderarbeit, Ungerechtigkeit, Hunger und Tod nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Mit Erfolg: Nach Erscheinen seines Buches wird zum ersten Mal das Armengesetz, Kinderarbeit und Kinderkriminalität thematisiert. Auch in der Weihnachtgeschichte lenkt Dickens die Aufmerksamkeit auf die Not der Armen in der Gesellschaft Englands.

Dickens ist bis heute einer der meistgelesenen englischen Autoren, eben auch, weil er immer noch so aktuell ist! "Er schrieb über finanzielle Probleme, Immigration, schlechte Bildung und schlechte Wohnbedingungen – diese Dinge klingen für Londoner von heute nur allzu bekannt," so ein Ausrichter einer Dickens-Sonderausstellungen im Museum of London.

Und nicht nur Google ehrt Dickens Jubiläumsjahr mit einem Doodle, wo man die jeweiligen Protagonisten seiner Werke erkennt: Der Schriftsteller wird überdies weltweit mit Ausstellungen, Biografien und Verfilmungen gefeiert.

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