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C3S: Gema-Konkurrenz aus Hamburg

Die Gema spaltet die Geister und vor allem die, der Künstler: Waren es vor kurzem die Djs und Musikproduzenten, die das System der Musikrechte in Deutschland anzweifelten, ist es nun ein Gruppe von Künstlern aus Hamburg, die mit ihrer Genossenschaft für mehr Rechte, mehr Mitbestimmung und somit auch mehr Freiheit stehen wollen und sich als Konkurrenz zur Gema sehen.

Cultural Commons Collecting Society

50 Mitbegründer hat die "Cultural Commons Collecting Society" (C3S), die auf der Reeperbahn im Schmidt Theater gegründet wurde. Ihr Ziel ist klar und deutlich beschrieben und dabei sehr ambitioniert: C3S sieht sich als Konkurrenz zur Gema und will als Genossenschaft die Musikrechte der Künstler kinzensieren und verwerten.

Dabei handelt es sich bei der Genossenschaft nicht um eine bloße Schnapsidee. Mit einem Budget von 100.000 geht C3S an den Start. Das Geld wurde durch die Mitglieder selbst und durch Crowdfunding zusammengetragen.

Auch ist den Gründern bewusst, dass sie och einen langen Weg vor sich haben. Das Kapitel soll bis Ende 2013 auf das Doppelte erhöht werden. Bis Ende 2014 soll die Genossenschaft als Verwertungsgesellschaft patentiert sein. Daneben muss eine konzeptionelle und technische Infrastruktur aufgebaut werden.

Doch was soll anders sein als bei der Gema? Welche Vorteile bringt C3S den Künstlern und ihren Musikrechten? Ein Punkt ist die Demokratie. Jeder Künstler hat das selbe Mitbestimmungsrecht, egal wie bekannt oder erfolgreich er ist. Bei der Gema bestimmen diejenigen, die am meisten Umsatz bringen.

Außerdem kann jeder Künstler selber bestimmen, wie die Rechte zu seinen Produkten aussehen sollen. So kann er für Songs "Creative Commons-Rechte" vergeben, also freie Rechte. Dann können die Songs kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Für kleine Künstler bringen die freien Rechte den Vorteil mit sich, dass sie sich so erstmal auf dem Markt etablieren können.

Für einen freien Musikmarkt und mehr Mitbestimmung

Jedoch bleibt man bei der C3S realistisch: Die Gema wird weiter bestehen bleiben. Doch wenn sie erstmal Konkurrenz hat, lassen sich viel einfacher Veränderungen durchsetzen, die sich positiv auf den Musikmarkt und seine Künstler auswirken können. So denkt die Gema mittlerweile auch schon über die Einführung von Creative Commons-Rechten nach.

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