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Britisches Verteidigungsministerium warnt vor Spionage 2.0

Das britische Verteidigungsministerium hat eine Initiative gestartet, die Bedienstete und deren Angehörige vor der unbedachten Nutzung von Facebook, Twitter und anderen Social Networks warnen will. Mit der Videokampagne 'Think Before You …' sollen sie dafür sensibilisiert werden, keine militärischen Geheimnisse in Social Networks weiterzugeben, da diese potentiell auch von Feinden des Landes mitgelesen werden.

Ein Video der Kampagne zeigt die stolze Mutter eines Kampfpiloten. Freudig teilt sie ihren Freunden über Facebook mit, auf welchem Militärstützpunkt sich ihr Sohn gerade aufhält und das dort ein ganz besonderer Gast erwartet wird. Und auch die Soldatinnen, die erst für einen Schnappschuss vor einem Kriegsschiff posieren und dann freizügig angeben, in welcher Disco sie heute die Nacht verbringen, bringen sich unnötig in Gefahr.

Auch wenn die Videos etwas übertrieben wirken mögen, scheint man das Problem beim britischen Verteidigungsministerium sehr ernst zu nehmen. Es gehe dabei nicht darum, den Bediensteten und ihren Angehörigen Angst zu machen und man sei vom positiven Nutzen von Social Networks überzeugt, so der Chef der strategischen Kommunikationsabteilung des Ministeriums. Dennoch bestehe die Gefahr, das Informationen über Truppenbewegungen, Orte von Stützpunkten, Schiffen oder Flugzeugen und die Privatadressen von Angestellten des Ministeriums durch die leichtfertige Nutzung von Social Networks publik gemacht würden.

Neue Medien und Social Networks haben die Art wie Menschen heute kommunizieren in fast allen Lebensbereichen verändert. Wie die Kampagne des britischen Verteidigungsministeriums zeigt, hat sich mittlerweile also auch die militärische Spionage in Social Networks wie Facebook, Twitter und Co verlagert.

Quelle: mod.uk

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