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Boodigo: Die Suchmaschine für Pornos

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Wer darauf auf ist, pornographische Inhalte im Internet zu finden, für den dürfte die neue Suchmaschine Boodigo genau richtig sein, denn das neue Feature ist spezialisiert auf das Finden von Pornos im Internet. Bei Google schaut man bei speziellen Suchanfragen eher in die Röhre, denn der Suchmaschinenriese will sein Angebot sauber und jugendfrei halten.

Doch das fand ein Porno-Produzent diskriminierend: "Google versucht, die Erwachsenenunterhaltungs-Industrie zu tabuisieren", meint Colin Rowntree gegenüber der Website Beatbeat. Google zeige zunächst einmal Newsartikel und Hintergrundberichte zu Suchanfragen wie beispielsweise "Blowjob" an. Und wenn der Suchmaschinenriese dann doch einmal explizite Seiten liefere, laufe man Gefahr, sich einen Virus einzuhandeln oder nur Werbung angezeigt zu bekommen.

Deshalb baute Rowntree ein Team auf, um Boodigo auf den Weg zu bringen. An der Entwicklung der Suchmaschine für Pornos arbeiteten auch fünf ehemalige Google-Mitarbeiter mit. Über die Porno-Suchmaschine sollen nun explizite Inhalte schneller gefunden werden. So lautet jedenfalls das Versprecher der Programmierer an die Nutzer.

Außerdem ist Boodigo nicht darauf ausgerichtet, Daten zu sammeln, auch das versichert das Team um Colin Rowntree. "Wir werden Ihren Browser-Verlauf nicht mit etwas füllen, dass Ihre Oma finden könnte", meint der Porno-Produzent. Boodigo könnte also bald zum ernsthaften Konkurrenten für Google werden. Das jedenfalls erhofft sich Colin Rowntree von seinem Engagement. Ob allerdings Eltern und Jugendschutzverbände so begeistert von dem neuen Angebot sind, darf stark angezweifelt werden. Immerhin wird man vor der Nutzung gefragt, ob man schon 18 Jahre alt ist. Aber es reicht ein Klick, um dies zu bestätigen, eine wirkliche Hürde für Minderjährige ist das nicht.

Die Suchmaschine funktioniert übrigens auch, wenn man saubere Begriffe eingibt. Allerdings liefert dann Boodigo nicht unbedingt die Ergebnisse, die man sich wünscht, wenn man beispielsweise "Bayern München" eingibt. Dann findet man YouTube-Videos und Blogs über Autos und Fußball. Außerdem sind die Ergebnisse auch immer irgendwie Ü18-orientiert. Sucht man nach dem Begriff "Ich" landet man beim Thema Inzest. In diesem Bereich dürfte das neue Angebot für Google keine Gefahr darstellen.

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