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"Blondi's world tour 2008" - Das Projekt eines trauernden Vaters

Unter dem Titel "Blondi's world tour 2008" betreibt der Israeli Yossi Zur ein anrührendes Projekt für seinen Sohn Asaf, genannt Blondi. Asaf ist im Jahr 2003 bei einem Terroranschlag ums Leben gekommen, er wurde nur 16 Jahre alt. Nun setzt sein Vater ihm nicht nur ein Denkmal, sondern schickt ihn auf Reisen um die ganze Welt.

Im März 2003 befand sich der 16-jährige Asaf mit 16 anderen Passagieren in einem Bus auf dem Heimweg von der Schule. Als an diesem Tag ein palästinensischer Selbstmordattentäter in den Bus stieg und die Bombe seines Sprengstoffgürtels zündete, starben mit den 17 unschuldigen Männern, Frauen und Kindern auch die Zukunftspläne des Jugendlichen. In diesem Jahr, zu Asafs 21. Geburtstag, entschied sich sein Vater Yossi das Andenken an seinen Sohn hochzuhalten. Auf seiner InternetseiteAsaf ruft er Menschen aus aller Welt dazu auf, ein Bild seines verstorbenen Sohnes an alle nur denkbaren Orte dieser Welt zu nehmen und sich damit zu fotografieren. Damit will er schließlich doch noch "Blondi's world tour" ermöglichen.

Yossi Zurs Videoaufruf, das Foto seines Sohnes Asaf mit um die Welt zu nehmen

Der Hintergrund des Projekts ist Yossi Zurs Trauer darüber, dass sein Sohn all diese Orte nicht mehr sehen konnte. Auf seiner Seite erzählt er, dass Asaf sicher nach dem Schulabschluss um die Welt gereist wäre. "Er wollte so gerne an den berühmten Stränden in Hawaii und Autralien surfen. Asaf wollte die hohen Wege von Nepal und vom Himalaya bewandern", schreibt Yossi Zur. Durch das Projekt, so der israelische Software-Entwickler, "wird Asaf an all den wundervollen Orten sein, die er unglücklicherweise nicht mehr sehen konnte."

Tatsächlich folgten bereits hunderte dem Aufruf und schickten Yossi Fotos von sich mit dem Bild Asafs. Ob vor dem "Vogelnest", dem Nationalstadion in Peking, am Strand von Hawaii, an der Spitze des Kilimanjaro oder auf 6200 Metern Höhe in Nepal, Asaf war inzwischen schon an zahlreichen Orten, insgesamt 863 Fotos aus 68 Ländern bekam sein Vater bereits zugeschickt. Yossi Zur ist froh über den Erfolg seines Projektes und denkt gar nicht ans Aufhören. "Seit Asafs Tod lebe ich dafür sicherzustellen, dass Menschen in der ganzen > erfahren und sich an ihn erinnern", sagt er. Auch, dass nach "Blondi's world tour 2008" weitere Projekte folgen, die auf die Sinnlosigkeit dieser Gewalt hinweisen, schließt Yossi nicht aus.

- Einige der zahlreichen Fotos, die Yossi Zur bereits von Fremden erhielt

Quelle: Welt Online, Blondi.Co.il
Bild: YouTube

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