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Betriebssystem für Handys: Google Android

Wer ein Smartphone oder ein Tablet besitzt, dem ist Google Android nicht fremd. Denn viele dieser portablen Kleincomputer werden mit diesem Betriebssystem betrieben. Ende 2010 lief jedes dritte mobile Gerät mit Android.

Im Jahr 2003 gründete Andy Rubin das Unternehmen Android, das auf der Basis des Linux-Kernels 2.6 die quelloffene und freie Software Android entwickelte. Der Suchmaschinenriese Google erkannte die Strahlkraft von Android relativ schnell und kaufte das Unternehmen 2005 auf. Zwei Jahre später meldete Google, dass man zusammen mit anderen Firmen an einem Betriebssystem für Mobiltelefone arbeite. Am 21. Oktober 2008 wurde Android dann vorgestellt.

Die Chronik der Updates liest sich wie die Speisekarte in einem Süßwarengeschäft. Neben den branchenüblichen Nummerierungen wird Android auch immer ein Name wie etwa Cupcake, Donut, Gingerbread oder Honeycomb verpasst. Die neueste Version 4.0 trägt den Beinamen Ice Cream Sandwich.

Für Android gibt es derzeit knapp 500.000 Anwendungen. Wer eine eigene Software entwickelt, kann sie auf dem Android-Market anbieten. Da derzeit etwa 39.000 Anwendungen täglich hinzukommen, ist es der am schnellsten wachsende Software-Markt.

Im Jahr 2010 erreichte Google Android mehrere Bestmarken. Zum ersten Mal wurden in den USA mehr Android-Smartphones als iPhones verkauft. Auch Blackberry konnte das Betriebssystem hinter sich lassen. Weltweit verkaufte Google 67,2 Millionen Geräte mit Android und damit mehr als RIMs Blackberrys (47,5 Millionen). Im Mai 2011 vermeldete Google außerdem, dass derzeit täglich 400.000 Android-Mobiltelefone ausgeliefert werden. Im Februar 2010 waren es noch 60.000.

Android ist deswegen für die Mobilfunkindustrie so attraktiv, weil Google sein Betriebsystem kostenlos zur Verfügung stellt. Und auch die Nutzer haben finanziellen Vorteil. Die meisten Android-Apps sind kostenlos.

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