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Bangladesh sperrt Facebook

Wie die Medien berichten, hat nun auch Bangladesh den Zugang zu Facebook gesperrt. Ein Gericht in Pakistan hat erst vor kurzem die Sperrung des sozialen Netzwerkes veranlasst. Grund dafür war der Aufruf zum Zeichnen des Propheten Mohammed durch ein Facebook-Mitglied.

Nun ist die zuständige Behörde in Bangladesh ebenfalls der Auffassung, dass Facebook eine Gefährdung darstellt. Ein Vertreter der Aufsichtsbehörde gab bekannt, dass man es als erwiesen sehe, dass das soziale Netzwerk anstößige Inhalte über den Propheten verbreite, sowie über die politische Führung des Landes.

Das lässt die Regierung natürlich nicht auf sich sitzen und so waltet die staatliche Zensur ihres Amtes. Nutzer in Bangladesh sind alles andere als begeistert und so finden sich auf Plattformen wie YouTube einige, die ihrem Ärger Luft verschaffen und sich zur Sperrung äußern.

In Pakistan hat ein Richter in der Hauptstadt Lahore die ausgerufene Sperre von Facebook mittlerweile widerrufen. Richter Ejaz Chadhry gab zu Protokoll, dass die Offenheit von Informationen nicht blockiert werden dürfe und erklärte die Sperre als unrechtmäßig. Die Telekommunikationsbehörde wurde daraufhin angewiesen, die Sperrung wieder aufzuheben.

Die Regierung dürfte die Freigabe kaum ärgern, war die Sperrung nur bis Ende des Monats Mai vorgesehen. Und vielleicht ist die Freigabe durch das Gericht in Lahore auch nur ein Publicity-Stunt der Regierung, um nach außen hin demokratisch zu wirken. Fragt sich, wie lange Facebook in Bangladesh gesperrt bleiben wird.

Bild: YouTube, Fredrik Rubensson (Flickr)

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