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Die Unterschiede zwischen Augmented und Virtual Reality

Smarte Kühlschränke, selbstfahrende Autos und individuelle Ersatzteile aus dem 3D-Drucker – neue Technologien bereichern zunehmend unseren Alltag. Besonders bei den sogenannten Digital Natives finden Anwendungen in Augmented Reality und Virtual Reality immer mehr Anklang. "Beide Technologien wurden in den späten 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt und bei beiden handelt es sich um computergenerierte räumliche Darstellungen. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf", sagt Tobias Platte, Geschäftsführer der me.mento 3D interactive GmbH in Berlin.


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Veränderte Wirklichkeit

Mit verschiedenen Anwendungen, wie Pokémon GO und witzigen Snapchat-Filtern, findet Augmented Reality, kurz AR, heutzutage nicht mehr nur in Fachkreisen Anklang, sondern auch bei Privatpersonen. Ein dafür häufig genutztes Werkzeug findet sich in fast jeder Tasche: das Smartphone. Hierbei erfasst die integrierte Kamera die Umgebung und lässt diese auf dem Bildschirm mit zusätzlichen computergenerierten Objekten verschmelzen – egal ob zur Informationsvermittlung oder im Entertainmentbereich. Somit erwachen beispielsweise Dinosaurier auf dem Esstisch zum Leben oder virtuelle Spielzeugautos fahren durchs eigene Wohnzimmer, das Nutzer vorher mit dem ausgewählten Möbelstück aus einem Katalog virtuell neu eingerichtet haben. Bei der virtuellen Realität, auch VR genannt, entsteht hingegen ein Effekt der vollständigen Abschottung.



Interaktion in einer virtuellen Welt

Man taucht ein in die virtuelle Welt. "Dies wird auch als Immersion bezeichnet und durch ein sogenanntes Head-Mounted-Display, also eine VR-Brille, erzeugt", erklärt der VR-Experte. In dieser dreidimensionalen Umgebung bewegen User Objekte mithilfe von Controllern: Virtuelle Interaktion entsteht. Viele Nutzer verbinden die VR vor allem mit Gamingangeboten, wo sie als animierte Charaktere gegen Monster antreten und Abenteuer erleben. Auch die Erwachsenenbranche macht sich die Technologie zu eigen und entwickelt beispielsweise mit der vrXcity ein interaktives Erotikerlebnis mit lebensnahen Avataren echter Darstellerinnen. Doch VR ergibt auch in anderen Bereichen Sinn. Mit einem Einsatz in der Medizin lassen sich Phobien behandeln und in der Industrie erlernen Auszubildende das Bedienen komplexer Maschinen am virtuellen Modell.


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Dinge, die die Welt verändern

Dank leistungsstarker Computer, weiterentwickelter Grafikkarten und Kameras, schneller Internetverbindungen und moderner Software ergeben sich unzählige neue Möglichkeiten für Augmented und Virtual Reality. Obwohl Laien die Begriffe häufig im selben Atemzug nennen und sie auch einige Gemeinsamkeiten aufweisen, gibt es erhebliche Differenzen. "Zusammengefasst besteht der große Unterschied darin, dass Nutzer bei VR vollständig in eine computergenerierte Realität eintauchen und sich dabei von ihrer realen Umwelt abschotten. Bei AR hingegen bleibt die reale Welt weiterhin in der Wahrnehmung des Nutzers bestehen, wird jedoch um virtuelle Inhalte ergänzt", weiß Tobias Platte.



Noch mehr von der neuen Technik

Einer der wesentlichen Vorteile von VR gegenüber AR ist die Emotionalität. Durch das Eintauchen und Interagieren mit einer anderen Welt fühlen sich User mit dem Erlebten direkt verbunden. Dies vermittelt Botschaften sowie Lerninhalte bis zu neunmal effektiver als bei herkömmlichen Medien. "Innovationen wie VR und AR werden die Zukunft in vielerlei Bereichen maßgeblich beeinflussen und es entstehen immer neue Einsatzmöglichkeiten dieser faszinierenden Technik", prophezeit der Experte.


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