Excite

Ärger wegen iPad-Rede im Bundestag

Der FDP-Abgeordnete Jimmy Schulz sorgte kürzlich für Wirbel im Bundestag, weil er eine Rede von seinem iPad abgelesen hatte. Da elektronische Geräte während der Reden eigentlich nicht zugelassen sind, wird nun diskutiert, ob er Politiker gegen Vorschriften verstoßen hat und es neue Regelungen geben wird.

Wie 'Bild.de' berichtet hatte Schulz vor knapp zwei Wochen in der Debatte um europäische Bürgerinitiativen von seinem Apple-Gerät und nicht von Papier abgelesen. Die Geschäftsordnung des Bundestages verbietet jeglische Elektronik im Plenum, die iPad- Rede war also eigentlich ein lupenreiner Verstoß.

Dennoch hätte das Präsidium nur kurz 'getuschelt' und den FDP- Abgeordneten anschließend fortfahren lassen. Laut 'tz-online.de' sagte Schulz 'Irgendwann müssen wir doch auch hier mal im digitalen Zeitalter ankommen' und räumte später ein, dass er durchaus provozieren wollte. Während seine eingeweihten Parteikollegen über die mutige Aktion applaudierten, reagierten die Mitglieder der anderen Parteien teilweise ablehnend. Ex- Bundestagspräsident Wolfgang Thierse soll sogar unsicher geflüstert haben 'Was ist das denn?'.

Jimmy Schulz bei seiner iPad-Rede im Bundestag

Inzwischen wird geprüft, ob und in wie fern Jimmy Schulz gegen wichtige Vorschriften verstoßen habe. Der Politiker findet es gut, dass er so die Diskussion anheizen konnte. Wenn in den Medien auch teilweise von 'Eklat' und 'Skandal' die Rede war, so hält er die Debatte für notwendig. Man sollte in der Zukunft verhindern, dass die Politiker 'Berge von Papier' bei sich führen müssten. Das Elektronikverbot würde ohnehin nicht ernst genommen, 'selbst Angela Merkel schreibt ständig SMS unterm Tisch', petzte Schulz.

Interessant ist allerdings, dass der FDPler keinen weiteren Einsatz des Mini-Computers von Apple plant. Viel zu unpraktisch fand Jimmy Schulz das iPad bei seiner Rede im Bundestag.

Bild: YouTube

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016