Excite

Apple-Manager nach Bestechungsvorwürfen verhaftet

Jetzt bekommt das Saubermann-Image von Computer-Hersteller Apple aber gewaltige Kratzer – wie die Zeitschrift 'Chip' berichtet, wurde der Konzern-Manager Paul Shin Devine nun wegen Bestechungsvorwürfen festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, Gelder in Höhe von mindestens einer Millionen US-Dollar angenommen zu haben.

Paul Devine arbeitet als sog. Supply-Chain-Manager für Apple, zuständig war er für die gesamte Region Asien. Nachdem die Bestechungsvorwürfe bekannt wurden, machte die Polizei kurzen Prozess und nahm den Manager am Freitagabend fest. Dabei soll es um die ganz klassische Form der Vorteilsnahme gehen – Produzenten und Zulieferer hätten gezahlt, um an Aufträge zu kommen.

Im Gespräch sind in etwa zwölf meist mittelständische Unternehmen, die auf diese Weise wohl erfolgreich versucht hatten, das eigene Geschäft ins Rollen zu bringen. Und Paul Devine spielte ganz offensichtlich mit, er verteilte die lukrativen Aufträge rund um iPhone und iPod. Wie berichtet wird, soll Devine Firmengeheimnisse ausgeplaudert haben – damit sei es den Zulieferern gelungen, sich perfekt für die Aufträge in Stellung zu bringen.

Nun dürften harte Zeiten für den Apple-Manager anbrechen, schließlich muss er sich neben dem Zivilgericht auch vor dem Konzern selbst verantworten. Und auch die betreffenden Firmen, die auf Devine mittels Bestechung Einfluss ausüben wollten, dürften um eine Anklage nicht herum kommen – auch im Hause Apple also ist Bestechung allem Anschein nach kein Fremdwort.

Bild: Screenshot www.9to5mac.com, Brian Fitzgerald/Flickr

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016