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Apple verbietet Jesus-App fürs iPhone

Für Apples sehr beliebtes iPhone gibt es bereits über eine Millionen kleiner Anwendungen – die sog. Apps, die es über den App-Store zu erwerben und runterzuladen gibt. Jetzt schien eine Jesus-Applikation mit dem Namen "Me So Holy" den Verantwortlichen mächtig gegen den Strich zu gehen, so dass sie sich zu einem Verbot hinreißen ließen.

Wie Gizmodo.com berichtet hatte Apple zwar schon in der Vergangenheit zahlreiche Apps verbieten lassen, dabei handelte es sich jedoch immer um solche, in denen es um Gewalt oder Pornografie ging. Die Jesus-App ist aber vergleichsweise harmlos, und daher regt sich nun auch Protest gegen die Zensur von Apple.

Denn bei "Me So Holy" handelt es sich lediglich um ein Foto-Fun-Spiel. So lässt sich das eigene Konterfei mittels einfach zu bedienender Technik mit religiösen Persönlichkeiten vermischen. Im Handumdrehen hat man so z. B. eine weltbekannte Jesusdarstellung mit dem eigenen Gesicht. Dies aber fand Apple jetzt wohl zu anstößig und verweigerte dem Programmierer dieser App – Benjamin Kahle – den Zugang zum App-Store.

Dieser kann die Entscheidung nicht verstehen und regt sich über Apple auf. "Sex, Urin und Darmentleerung scheinen niemanden zu stören, aber eine harmlose nicht gewalttätige, an die Religion angelehnte Anwendung scheint es zu tun", wirft er dem Konzern vor. Weiter mahnt er an, Apple wäre bei seinen Verboten für iPhone-Apps zu sensibel - Jesus und Gewalt könne man nicht in einen Topf werfen.

Die Jesus-App im Einsatz

Bild: Mesoholy.com

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