Excite

Apple reagiert auf Datenskandal

Nach dem Datenskandal um das iPhone hat Apple gestern in einer offiziellen Presseerklärung Stellung bezogen. Dem Konzern wird vorgeworfen, dass iPhone und iPad Standortdaten speichern und an Apple weiterleiten. In einer Systemdatei der Geräte werden die verschiedenen Aufenthaltsorte gespeichert und geben so Aufschluss darüber, wo sich die Person in der letzten Zeit aufgehalten hat.

Der Datenskandal, der vor über einer Woche durch die Entwickler Alasdair Allan und Pete Warden publik wurde, war zwischenzeitlich Thema in allen wichtigen Medien. Erst jetzt sich Apple sich offenbar genötigt, eine Rechtfertigung abzugeben.

Darin heißt es, dass keine direkten Standortdaten gespeichert werden würden, sondern nur die Positionen sich in der Nähe befindlicher Wifi-Hotspots und Sendemasten. Dies geschehe, um dem Nutzer seinen Standort mitzuteilen, wenn er ihn etwa für bestimmte Apps benötige. Eine Ortung per GPS würde oftmals zu lange dauern und funktioniere nicht in allen geschlossenen Gebäuden.

Die Daten werden verschlüsselt an Apple weitergeleitet, da man damit an neuen Applikationen arbeite, wie etwa einem Verkehrsinformationsprogramm. Dass das Iphone Standortdaten von bis zu einem Jahr speichere, sei auf einen Softwarefehler zurückzuführen. Es sei nicht geplant gewesen, Standortdaten so lange zu speichern.

Ein in wenigen Wochen erscheinendes Software-Update, soll den Fehler nun beheben. Standortdaten sollen dann nur noch etwa eine Woche gespeichert werden. Auch dass trotz ausgeschalteter Ortungsdienste Standortdaten protokolliert werden, soll mit dem System-Update geändert werden.

Zwar wird die Datensicherheit in Teilen der Webgemeinde intensiv diskutiert, große Teile der Öffentlichkeit haben aber nur ein geringes Interesse am Thema Datenschutz, weshalb der Datenskandal die glänzenden Umsätze von Apple kaum gefährden dürfte.

Quelle: basicthinking.de, apple.com
Bild: 3Gstore.de/flickr.com, vimeo.com

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016