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Anhänger von Wikileaks und Gründer Assange starten Hacker-Angriff

Kaum ist Wikileaks-Gründer Julian Assange seit ein paar Tagen in Haft, formiert sich im Internet schon der massive Widerstand – am Mittwoch schlossen sich Hacker-Gruppen zusammen und starteten im Netz Angriffe auf vermeintliche Gegner von Assange. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Kredit-Unternehmen wie VISA und Mastercard, die nach der Festnahme von Assange dessen Geldströme eigenmächtig gestoppt hatten.

Dies nahmen die Aktivisten zum Anlass und sorgten für zwischenzeitliche Server-Überlastungen auf den entsprechenden Online-Präsenzen. Mit sog. 'DOS-Angriffen' überlasteten sie die Server von VISA und Co, so dass ein Zugriff auf die Seiten nicht mehr möglich war. Gleiches geschah auch mit der schwedischen Anwaltskanzlei, die im Falle der Vergewaltigungsvorwürfe die Anklägerinnen vertritt.

Als Hauptdrahtzieher bekannte sich bereits die 'Anonymous'-Bewegung, die in der Vergangenheit schon mit großen Aktionen gegen die Sektenbewegung von Scientology bekannt geworden war. Nun versammelte sie wohl eine nicht unerhebliche Anzahl von Anhängern hinter sich, um im Internet gegen die Festnahme von Julian Assange zu kämpfen. Dieser bekam zudem jetzt Unterstützung vom australischen Staranwalt Geoffrey Robertson, der in der Vergangenheit bereits für Salman Rushdie kämpfte und nun für Assange ins Rennen ziehen will.

Derweil kämpft auch Wikileaks im Internet um sein Überleben – in den letzten Tagen wurde zuerst die amerikanische Domain gesperrt und der Zugriff auf dessen Server verhindert. Daraufhin musste Wikileaks mit seinen Inhalten auf zahlreiche unterschiedliche ausländische Subdomains ausweichen, blieb aber die ganze Zeit über erreichbar. Und wie ernst es einer bestimmten Internet-Gemeinde mit Julian Assange und Wikileaks ist, das zeigen eindeutig die jüngsten Hacker-Angriffe.

Bild: YouTube, Tomas Fano(Flickr)

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