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Amazon Cloud Drive sorgt für Ärger

Am Montag stellte Amazon seinen neuen Dienst Amazon Cloud Drive vor, und schon läuft die Musikbranche Sturm gegen das neue Feature. User haben damit die Möglichkeit, Musik auf ihrer Festplatte zu speichern. Plattenfirmen wollen dafür abkassieren, Amazon möchte aber nicht zahlen.

Heimlich still und leise brachte Amazon seinen Cloud Drive auf den Weg. Während andere Internetriesen wie Google oder Apple noch davon sprachen, stellte das Online-Kaufhaus seinen Amazon Cloud Drive am Montag der Weltöffentlichkeit vor. Negative Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Wer sich mit seinem Amazon-Konto beim Cloud Drive anmeldet, hat 5 GB Speicherplatz. Die kann er mit Musik oder anderen Daten voll machen. Songs, die im Mp3- oder AAC-Format dort gespeichert sind, können nun von überall her gestreamt werden. Und an diesem Punkt stößt sich die Musikindustrie. Amazon müsse sich die Lizenzen der Rechteinhaber der Stücke sichern. Ein Sprecher von Sony Music etwa gab im Wall Street Journal seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass der Amazon Cloud Drive nicht von Sony lizensiert ist.

Andere meinen, dass der neue Service deren Rechte verletze. Amazon hat da eine ganz andere Meinung und vergleicht seinen neuen Service mit einer externen Festplatte. 'Wir brauchen keine Lizenzen, um Musik zu speichern', Craig Pape von Amazon der New York Times. Rechtliche Konsequenzen gibt es zwar bisher keine, aber es dürfte sicher sein, dass auf Amazon noch ein wenig Ärger mit der Musikindustrie wegen seines Amazon Cloud Drive zukommt.

Bild: afterdawn.fi

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