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Alternativen zu Whatsapp: Threema und Co

Per Whatsapp verschicken täglich ca 600 Millionen Menschen Nachrichten auf dem Smartphone. Da die Betreiber aber immer wieder in die Privatsphäre ihrer User vordringen wollen, haben viele Handybenutzer die App schon deinstalliert und nach Alternativen gesucht, um mit Freunden und Bekannten schnell und sicher Messages auszutauschen. Wir stellen hier nun eine Liste von Alternativen von Whatsapp vor.

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Die beliebteste WhatsApp-Alternative ist Threema

Die bekannteste App ist wohl Threema - sie war auch zur die meistverkaufte App 2014. Nach den Änderungen bei Whatsapp hat dieses Programm am meisten von dem Unmut der User profitiert. Das Unternehmen aus der Schweiz macht sich die Angst vieler User, von Whatsapp komplett durchleuchtet zu werden, zunutze. Entwickler Manuel Kasper sagt, dass bei Threema alle Nachrichten beim Versenden verschlüsselt werden und erst bei Empfänger wieder entschlüsselt. Das Unternehmen habe angeblich keinerlei Chancen, die Konversationen ihrer Nutzer einzusehen. Genau das Gegenteil von WhatsApp also.

Line bietet zusätzlich noch Videotelefonate

Als einer der größten Konkurrenten von WhatsApp gilt wohl Line. Mit 400 Millionen Usern ist die App sehr erfolgreich. Allerdings kommen diese Nutzer hauptsächlich vom japanischen Markt, denn Line stammt aus Japan. Die App ist deswegen so beliebt, weil sie neben den üblichen Text- und Sprachnachrichten auch viele Zusatzfunktionen hat. Zum einen kann über Line telefoniert werden, möglich sind auch Videocalls. Alle Endgeräten mit Netzanschluss, also Smartphone, Rechner, Laptop und netzfähiger Fernseher, können dafür genutzt werden.

Familonet von Stadt Hamburg finanziert

Die App Familonet wird aus Geldern der Stadt Hamburg finanziert. Es soll als Micro-Familien-Netzwerk etabliert werden. Als Hauptargument führen die Macher die hohen Sicherheitsstandards an. Alle Nachrichten und auch die Backups sind verschlüsselt, Messages werden nur so lange wie nötig gespeichert. Die Server liegen allesamt in Deutschland. Geplant ist dazu noch eine vollständige Verschlüsselung wie bei Threema.

Joyn von Mobilfiunkanbietern

Mit Joyn wollen die Mobilfunkanbieter O2, Telekom und Vodafone ihren Beitrag zu den vielen Messenging-Apps leisten. Allerdings sind sie dabei noch nicht besonders erfolgreich. Es können zwar wie bei Whatsapp Fotos, Videos und Nachrichten versendet werden, allerdings nutzen diese Möglichkeit nur sehr wenige Smartphonebesitzer. Das gleiche Problem hat die Deutsche Post mit ihrem Dienst SIMSme. Die Sicherheitsstandards sind zwar hoch, die Userzahl aber sehr niedrig.

Telegram mit SIcherheitsbedenken

Aus Russland stammt die App Telegram. Zwei Brüder entwarfen sie und geben den Nutzern die Möglichkeit, sich selbst zerstörende Nachrichten zu versenden. Dazu gibt es die End-to-end-Verschlüsselung. Das klingt eigentlich ganz gut, aber Stiftung Warentest äußerte sich im Februar 2014 kritisch zu der App in punkto Datenschutz. Nutzbar ist Telegram auf allen digitalen Endgeräten. Die Macher sehen ihr Erzeugnis als unabhängige Konkurrenz zu Whatsapp.

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