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Aktivisten von Anonymous blasen zum Angriff auf Breivik-Manifest

Noch immer halten die tragischen Ereignisse aus Norwegen die Menschen auf der ganzen Welt in Atem - nun rufen die Aktivisten von Anonymous dazu auf, das Manifest von Anders Behring Breivik anzugreifen. Seit den Morden von Oslo und Utøya, bei denen Breivik kaltblütig mindestens 68 Menschen hinrichtete, sorgt dessen selbst verfasste gut 1.500 Seiten starke Schrift im Internet für Aufsehen.

Darin breitet der 32-jährige Norweger in aller Ausführlichkeit seine Ansichten aus - das Manifest ist ein einziges Zeugnis von Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und blinden Hasses gegenüber jeder Form von Andersartigkeit. Und genau dieser Hetzschrift soll es nach dem Wunsch von Anonymous nun an den Kragen gehen. Offen rufen sie Internetnutzer auf der ganzen Welt dazu auf, sich des Textes anzunehmen und es gezielt mit falschen Inhalten zu füllen und weiter zu verbreiten.

Der Wunsch der Aktivisten: irgendwann soll es im Netz von unzähligen unterschiedlichen und falschen Ausführungen wimmeln, so dass niemand mehr die echte Schrift von Breivik ausfindig machen kann. Bei Anonymous heißt es: 'Sorgt dafür, dass Anders ein Witz wird. Sorgt dafür, dass niemand ihn mehr ernst nimmt.'

Wie man es von der Massenbewegung bereits kennt, spart man auch nicht mit großen Gesten. Die Aktion 'Operation UnManifest' schließt mit den heroischen Worten: 'Wir alle verzeihen keinen Mord, wir alle vergessen nicht die Opfer.' Das Manifest von Breivik wurde in den Tagen nach den tragischen Ereignissen bereits tausendfach heruntergeladen und weiterverschickt, man darf also gespannt sein, ob die Aktion von Anonymous am Ende von Erfolg gekrönt sein wird.

Quelle: PCwelt.de

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