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Twitter-Zugang für Bevölkerung in Ägypten gesperrt

Nach den massenhaften Demonstrationen im nordafrikanischen Tunesien, die zum Sturz des Präsidenten Ben Ali führten, schwappten die Unruhen und Proteste in den letzten Tagen auch auf Ägypten über – nun ließ die Regierung Mubarak landesweit den Zugang zum Nachrichtendienst Twitter sperren. Die Angst vor einem rasanten Anwachsen der Demonstrationen wächst immer mehr.

Lange schon ist bekannt, dass sich Massenproteste gegen Regierungen zwar nicht durch Social Networks a la Twitter, YouTube, Facebook und Co. zwar nicht konkret steuern aber dennoch um ein vielfaches beschleunigen lassen. Die Unruhen in Tunesien hatten das genau wie zuletzt in Iran eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und auch in Ägypten riefen die Menschen besonders über das Internet zu den anwachsenden Demonstrationen auf.

Wie Spiegel.de aber jetzt erst erfahren hat, ist der Nachrichtendienst Twitter seit Dienstag von den allermeisten Nutzer im Land nicht mehr zu erreichen. Die Regierung versucht damit auf verzweifelte Art und Weise, die Proteste im Land einzudämmen. Zudem verhängte das Regime ein generelles Verbot weiterer Demonstrationen – in einer Ankündigung hieß es klar und deutlich, man werde rigoros gegen Protestversammlungen vorgehen.

Doch ob das Verbot und die Twitter-Blockade etwas nützen, dürfte zumindest zu bezweifeln sein. Denn andere Plattformen der Kommunikation im Internet sind und waren weiterhin erreichbar. So wurde auf Facebook dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen und auf die Straßen zu gehen. 'Wir werden Millionen sein!', hieß es dort. Indes hofft man auf Seiten von Regierungschef Mubarak, der das Land seit 1981 autoritär führt, dass man durch Demonstrationsverbot und Twitter-Sperrung einen Umsturz in Ägypten verhindern kann...

Bild: YouTube 1 und 2

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