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Handynutzung im Ausland: Roaming-Gebühren sinken

Vor nicht allzu vielen Jahren war die Handynutzung im Ausland eine extrem kostspielige Angelegenheit. Grundsätzlich war es so, dass die deutschen Mobilfunkanbieter fürs sogenannte Roaming teilweise horrende Gebühren erhoben haben. Seitdem die Europäische Kommission jährlich die Höchstgrenzen bei den Preisen fürs Telefonieren und Nachrichtenverschicken festlegt, ist die Handynutzung im Ausland deutlich günstiger geworden.

Seit einiger Zeit kann man davon ausgehen, dass zumindest im europäischen Ausland die Roaming-Gebühren auf einem vernünftigen Niveau liegen. Wer dieses Jahr in einem europäischen Land urlaub macht und von da aus anruft, muss maximal 35 Cent die Minute zahlen. Zuzüglich der Mehrwertsteuer sind es dann 42 Cent je Gesprächsminute. Im Vergleich zum Vorjahr bezahlt man vier Cent weniger.

Bei eingehenden Anrufen ist die Handynutzung im Ausland ebenfalls günstiger geworden. Jede Gesprächsminute kostet dem Handynutzer höchstens 11 Cent (mit der Mehrwertssteuer sind es 13 Cent). Auch dieses Preisniveau liegt unter dem von 2010. Wer SMS aus dem europäischen Ausland verschicken will, zahlt dieses Jahr nicht mehr als 13 Cent, mehrwertsteuer inklusive. Dennoch sollten Verbraucher vor dem Verreisen darauf achten, dass für ihr Handy der EU-Tarif gilt, sonst kann die Handynutzung im Ausland ganz schnell teuer werden.

Gewisserweise sind die günstigen Gebühren für die Handynutzung im Ausland bei der Datenübertragung noch wichtiger als beim Telefonieren und SMS-Verschicken. Die exorbitanten Rechnungen, die vor nicht allzu langer Zeit bei der Handynutzung im Ausland zustande gekommen sind, hingen sehr häufig mit dem Daten-Roaming zusammen. In der Zwischenzeit hat sich das etwas geändert. Heute kann man bei den meisten Mobilfunkanbietern für die Datenübertragung im Ausland Tages- und Wochenpässe erwerben.

Bei Vodafone bekommt man für wenige Euro das sogenannte 'Reisepaket Data Europaplus' mit maximal 50 freien MB. Die Deutsche Telekom bietet ein Angebot mit dem Namen 'Daypass Europe S', das ähnlichen Konditionen unterliegt. Dabei sollten die Verbraucher nicht vergessen, die Datenübertragungs-Pässe zu aktivieren, ansonsten steigen die Preise in die Höhe. Nach den Plänen der Europäischen Kommission soll die verbraucherfreundliche Preisentwicklung bei der Handynutzung im Ausland auch in den nächsten Jahren weitergehen.

Quelle: t-online.de

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