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3D Fernseher ohne Brille - Kollektiver Fernsehgenuss erst in der Zukunft

Spektakuläre Erfolge von 3D-Kinofilmen und die umfassende Markteinführung von 3D-Fernsehgeräten haben nicht dazu geführt, dass Hersteller und Kunden mit dem Geschäft und dem Angebot an wirklich marktreifer und akzeptierter 3D-Technik zufrieden sind.

Längst verkaufen die Hersteller nicht wie gewünscht nur noch 3D TV. Wer sich einen Fernseher mit dreidimensionaler Bildtechnik zugelegt hat, wird vom mangelnden Filmangebot enttäuscht. Hollywoodfilme gibt es nur wenige in herausragender Qualität. Wirkliche 3D-Kanäle stellt nur Pay-TV zur Verfügung.

Zu den Gründen zählt sicherlich auch der relativ hohe Preis der 3D-Fernseher. Zuschauern gefallen auch die für das dreidimensionale Sehen notwendigen Spezial-Brillen (Shutterbrillen) nicht, wobei es zusätzlich an Kompatibilität zwischen den Geräten der jeweiligen Hersteller mangelt.

Für viele Verbraucher stellt sich gegenwärtig die Frage für einen Kauf noch nicht. Sie warten solange bis die 3D-Fernseher ohne Brille marktfähig in großer Anzahl und damit preiswert zu haben sind.

Die 3D-Technik hat es bisher nicht vermocht, die Zuschauer zu überzeugen. Nur wenige Zuschauer schreckt es nicht ab, mit Spezialbrillen den 3D-Effekt im Heimkino zu genießen. Die TV-Hersteller sehen das Problem. An den Technologien wird fieberhaft gearbeitet.

Auch Ende 2011 gehört brillenloses 3D-Vergnügen zu den seltenen Gelegenheiten. In Serie wird die Technik produziert, etwa bei Kleindisplays für die Nintendo Spielekonsole 3DS. Wenn sich die Augen nicht in einer genauen Sichtposition befinden, kann der 3D-Effekt nicht wahrgenommen werden.

Neben Toshiba (TV mit Riesenbildschirm) hat der Hersteller LG auf der IFA 2011 einen brillenlosen 50-Zoll-TV vorgestellt, der noch dieses Jahr in Serie gehen soll. Das Manko hierbei ist, dass kein gleichzeitiges TV-Sehen mit mehreren Personen an einem Bildschirm möglich ist. Wenn mehrere Personen 3D-Fernsehen ohne Brille genießen wollen, muss die Fernsehtechnik die Filterung der Pixel und nicht eine Brille übernehmen.

Damit jedes Auge mit den passenden Informationen versorgt wird, ist eine sehr hohe Bildauflösung erforderlich. Neben einer hohen Bildauflösung braucht es Kamerasensoren für die Erfassung der Augenpositionen jedes Zuschauers, Software und einen Hochleistungsprozessor. Die Folge sind hohe Produktionskosten, die erst einmal vom Markt akzeptiert werden wollen.

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